Razzia in Dietzenbach

Polizei schnappt Einbrecherbande

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Dietzenbach - Die Polizei hat eine zehnköpfige Einbrecherbande geschnappt. Im Dietzenbacher Spessartviertel stellte die Polizei bei Razzien umfassendes Beweismaterial sicher.

Die Polizei hat einer zehnköpfigen Einbrecherbande das Handwerk gelegt. Den Männern wird vorgeworfen, in Dietzenbach, Rödermark, Heusenstamm sowie in Kronberg, Sulzbach und Mörfelden Einbrüche begangen zu haben. Die Ermittlungsgruppe Dietzenbach hat den Tätern seit Dezember bereits ein Dutzend Einbrüche nachweisen können.

Doch dies ist wohl nur die Spitze des Eisbergs. Die Diebe hatten es vor allem auf Laptops, Spielkonsolen, Kameras und Handys abgesehen, aber auch auf Schmuck und Bargeld. Offenbar waren sie fast täglich auf krummer Tour, um ihren aufwendigen Lebensstil finanzieren zu können: Tausende von Euro im Portemonnaie und dicke Autos – meist teure Mietfahrzeuge der Oberklasse – vor der Haustür. Im Fokus der Einbrecher waren ebenso Geschäfte wie Wohnhäuser.

Oft richteten sie am Tatort auch einen großen Sachschaden an. „Wir haben gegen zehn Männer im Alter zwischen 19 und 29 Jahren Strafverfahren eingeleitet“, berichtete gestern Kriminaloberkommissar Henning, Leiter einer vierköpfigen Arbeitsgruppe, die zeitweise von weiteren Kräften unterstützt wurde. Die mutmaßlichen Täter mit Migrationshintergrund hätten alle weder Ausbildung noch Arbeitsplatz. Am Montag waren vier der Verdächtigen nach einem versuchten Wohnungseinbruch in Kronberg festgenommen worden; gegen einen 21-, einen 22- und einen 27-Jährigen hatten die Fahnder bereits im Vorfeld Untersuchungshaftbefehle erwirkt.

Razzien im Spessartviertel

Bei diesem Trio handelt es sich um die Haupttäter, die allesamt bereits vorbestraft waren. Der 22-Jährige sogar zu vier Jahren Jugendhaft wegen bandenmäßigen Diebstahls. Bereits nach drei Jahren kam er frei, und seit dieser Zeit beobachteten die Ermittler eine starke Zunahme an Einbruchsdelikten. „Wir hatten gleich den Verdacht, dass er wieder aktiv war“, sagte Henning. Bei Razzien im Spessartviertel stellten die Beamten am Dienstag in fünf Wohnungen umfangreiches Beweismaterial sicher, das nun ausgewertet wird. Darunter Tatwerkzeuge und offensichtlich erbeutete Gegenstände.

Außerdem musste ein 21-Jähriger auf richterlichen Beschluss hin eine DNA-Probe ablegen. Die wird nun mit aufgenommenen Spuren verglichen, in ein bis zwei Monaten rechnet Henning mit weiteren Ergebnissen. Ein 19 Jahre alter Dietzenbacher soll als Hehler fungiert haben; gegen ihn wird ein gesondertes Strafverfahren eingeleitet. Der junge Mann soll die heiße Ware sofort wieder vertickt haben.

dpa

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