Master am Plattenteller

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Der Dieburger DJ Daniel Trabold besitzt rund 2000 Platten. Mindestens 500 weitere hat er schon weggeworfen

Dieburg – Vor dem Interview mit dem EXTRA TIPP hatte Daniel Trabold eine kurze Nacht: Um fünf ins Bett, um halb neun mit dem Kind in die Kita, dann zum Gespräch. Und irgendwo muss er auch noch Zeit fürs Studium hernehmen. Master am Plattenteller ist der 31-jährige Dieburger schon.

„Es ist nicht nur Party, gerade die Vorbereitung darf man nicht unterschätzen“, sagt Trabold. Damit das Feiervolk auf der Tanzfläche ausraste, müsse man sich vorab viele Gedanken über den musikalischen Spannungsbogen machen. Einfach ein Stück nach dem nächsten zu spielen reiche nicht. Zarte 14 war er, als er seine erste Party im ehemaligen „BKA“ an der Münsterer Hauptstraße schmiss. „Noch mit Sondergenehmigung von zuhause“, blickt er schmunzelnd zurück. Mit zwei Plattenspielern im Keller startete der Dieburger, weitere Gigs folgten. Derzeit legt er häufiger im „Magenta Club“ in Darmstadt auf. Hier ist am 22. Dezember auch Schauplatz der Release-Party von Trabolds neuester Veröffentlichung „Edgar“, die zwei Tage vorher erscheint. Wonach „Edgar“ klingt? Trabold bleibt seinen Genres treu: Techno und Electro. Rock komme ihm nicht auf die Plattenteller. Stichwort Platten: Rund 2000 besitzt der Dieburger noch und hat wohl 500 weitere schon weggeworfen. „Vinyl ist sexy“, sagt er im Brustton der Überzeugung. Doch, „nur vom Auflegen zu leben, ist utopisch.“

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