Ab Dezember fünf neue Linien

Noch in diesem Jahr: Schnellbusring rund um Frankfurt

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Frankfurt -  Mehr Verbindungen und kürze Fahrzeiten: Dies ist das Ziel der schrittweisen Einführung eines Rings von Schnellbuslinien, den der RMV derzeit rund um Frankfurt einrichtet.

Ab Dezember 2016 werden dann fünf neue Schnellbuslinien die wichtigen Umsteigepunkte im Ballungsraum noch besser untereinander vernetzen. Zuvor hatte der Verkehrsverbund über zwei Jahr sehr erfolgreich eine Schnellbuslinie zwischen Königstein und Karben (Linie 260) getestet. Schon nach wenigen Monaten nutzen mehr als 1.000 Fahrgäste jeden Werktag die Linie 260. „Mit dem Schnellbus-Ring schaffen wir ein vollkommen neues Angebot für all jene Fahrgäste“, sagt Professor Knut Ringat, Sprecher der Geschäftsführung und Geschäftsführer des RMV, „die schnell und komfortabel ohne umzusteigen zwischen den größeren Städten des Rhein-Main-Gebiets ohne Schienenanschluss fahren wollen.

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So wird es beispielsweise eine schnelle direkte Verbindung zwischen Bad Homburg und Wiesbaden geben.“ Ab Dezember 2016 wird es rund um Frankfurt folgende Schnellbuslinien geben: X17: Hofheim - Frankfurt Flughafen, X19: Frankfurt Flughafen - Neu Isenburg - Obertshausen - Hanau, X26: Wiesbaden - Bad Homburg, X27: Königstein - Karben und X57: Frankfurt Fechenheim - Hanau.

Weitere Linien sind geplant

Das Konzept der Schnellbusse basiert auf dem Regionalen Nahverkehrsplan, mit welchem der RMV im Jahr 2014 die Rahmenbedingungen für den ÖPNV in den kommenden Jahren gesetzt hat. So erhält neben Bad Homburg auch Hofheim als Kreisstadt eine umsteigefreie Direktverbindung zur Landeshauptstadt Wiesbaden. Auch verringert sich die Fahrzeit von Hofheim nach Königstein von 50 auf 23 Minuten. In den kommenden Jahren wird das Schnellbus-Liniennetz schrittweise weiter ausgebaut, Ziele wie Nidderau und Erlensee im Main-Kinzig-Kreis aufgenommen und der Linienring um Frankfurt vervollständigt. Mit den Schnellbussen, die nicht wie die Schienenstrecken sternförmig nach Frankfurt hinein führen, sondern Orte am Rande der Mainmetropole direkt miteinander verbinden, wird die oftmals mit Umwegen verbundene Fahrt ins Frankfurter Stadtzentrum hinein und wieder hinaus unnötig.

Schnell und umweltfreundlich

Beispielsweise führt der Weg von Oberursel nach Hofheim heute über den Frankfurter Hauptbahnhof, künftig ohne Umstieg mit kürzerer Fahrzeit im Schnellbus. „So schaffen wir ein zusätzliches Angebot für Menschen, für die der ÖPNV bislang nicht unmittelbar interessant ist“, sagt Professor Ringat, „und entlasten gleichzeitig das Schienennetz rund um Frankfurt.“ Finanziert werden die neuen Linien einerseits durch Veränderungen im Angebot auf den heute bereits vorhandenen Linien, künftig vom Schnellbus angebundenen Orten sowie aus Mitteln der RMV GmbH und seiner Partner.

Wie im Regionalbusverkehr des RMV üblich, werden auf den Schnellbuslinien moderne und umweltfreundliche Busse eingesetzt. Zu den Ausstattungsmerkmalen gehören optische und akustische Fahrgastinformationssysteme, ein Stellplatz für Rollstuhl, Kinderwagen oder Fahrrad sowie das Erreichen der Emissionsnorm Euro VI bei Neufahrzeugen. red

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