Er wiegt über zehn Kilo

Dieser Osterhase ist der Größte

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Ein Mega-Brocken, der gerne kuschelt: Mümmel wird von Besitzer Hans Heß auf dem Arm gehalten.

Region Rhein-Main – Um Mümmel aus dem Stall zu heben, braucht Hans Heß seine ganze Kraft. Der stolze Kerl wiegt über zehn Kilogramm und ist mit einer Körperlänge von 73 Zentimetern ein echter Riesen-Rammler. Zum Eierverstecken hat das Mega-Kaninchen aber keiner Zeit. Es muss Nachwuchs zeugen. Von Christian Reinartz

Mümmel ist ein echter Kaventsmann. Ein Deutscher Riese. So heißt die Rasse der größten Kaninchenart überhaupt. Und Mümmel ist der Größte unter ihnen. „Der Kerl ist mein Prachtstück“, sagt Hans Heß. Der Mann ist Chef des Riesenkaninchen-Clubs Hessen Nassau. Er kennt die verschiedenen Zuchten des Rhein-Main-Gebiets sehr genau und weiß: „Von den Riesen-Rammlern gibt es nicht mehr so viele.“ Der Grund: Die Pflege und Aufzucht der teilweise hundegroßen Tiere ist aufwendig und vor allem

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teuer. Denn Mümmel frisst an einem Tag das, was ein Zwergkaninchen in der Woche wegputzt. Dazu kämen vor Wettbewerben und Tierschauen die Zusatzkosten für eine besonders nahrreiche Fütterung. „Das will sich doch heute keiner mehr leisten“, sagt Heß ein bisschen wehmütig. Er ist einer der letzten seines Schlages, der die Riesen-Rammler-Zucht noch in großem Stil betreibt.

Über 100 der Tiere hoppeln bei ihm in der Scheune seines Hofes in Groß-Rohrheim. Viele davon sind noch ganz jung, manche gerade erst gebohren und noch blind. Osterhase Mümmel ist der Papa der meisten von ihnen. „Er ist mein bestes Zuchttier“, sagt Heß stolz und streichelt dem Riesen liebevoll durchs weiche Fell.

Der ist unterdessen überhaupt nicht aufgeregt und lässt sich seelenruhig auf einen Schautisch heben. „Das ist für ihn nichts besonderes“, sagt Heß. „Das kennt er schon und bleibt ruhig.“ Besonders stolz ist Heß auf den extrem breiten Kopf seines Rammlers. „Und auf den abgerundeten Hintern“, sagt er. „Für die Preisrichter ist das ein wichtiges Kriterium.“

Und auch das Ostergeschäft ist für Mümmel mittlerweile schon ein alter Hut. Wir haben ihn früher an Ostern in den Vorgarten gesetzt, wo er von den Leuten bestaunt wurde. Heß: „Den bringt nichts mehr aus der Ruhe.“

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