Derbe Comics: Groß-Umstädter malt mit der Sau-Klaue!

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Der Groß-Umstädter Comic-Zeichner Michael Opatz mit dem dritten Band der „Heftig bis deftig“- Reihe.

Groß-Umstadt – Wem in seiner Gegenwart etwas Blödes passiert, kann davon ausgehen, in einem seiner Comic-Hefte zu landen. Derbe Witze, erlebte Anekdoten und lustige Geschichten verarbeitet Michael Opatz aus Groß-Umstadt zu kunstvollen Bildergeschichten. Teilweise ein bisschen frivol und anstößig. Von Mareike Palmy

Jugendfrei sind seine Comics eigentlich nicht, sondern „Heftig bis deftig“. Das verrät schon der Titel. Gerade ist der dritte Band erschienen. Mit 225 Seiten ist er der dickste Band der Opatz-Comic-Reihe.

Auch diesmal hat der Hobby-Künstler witzige Erlebnisse aus dem Alltag oder Urlaub zu einem Comic-Heft verarbeitet. Ähnlichkeiten mit Familienmitgliedern, Verwandten, Freunden und Bekannten sind absolut gewollt und beabsichtigt.

Freunde, Familie und bekannte werden alle zu Comicfiguren

„Da erkennen sich manche Leute wieder“, sagt Michael Opatz schmunzelnd. Mit den Jahren hat er viele Freunde und Familienmitglieder gemalt. Aus Spaß und purer Schadenfreude, halte er deren Geschichten und Witze fest.

Rotkäppchen im Wald: Derbe Witze hat der Groß-Umstädter immer parat.

Da macht ein Doktor auf dem Friedhof Inventur, ein Motorradfahrer erlebt die Freiheit, je kleiner seine Familie im Rückspiegel wird, und zwei Kannibalen freuen sich über Essen auf Rädern in Form einer Safari-Reisetruppe. In all seinen Zeichnungen steckt viel Arbeit.

Vor zehn Jahren hat der gelernte Lithograph damit begonnen, Erlebtes aufzuzeichnen. „Das ist alles direkt aus dem Leben gegriffen. Ich lache einfach gerne und will den Humor an andere weitergeben. Meine Comics sind deftig, haben aber eine positive Botschaft“, erklärt Michael Opatz seine Intention.

Über seine Geschichten lachen aber nicht nur Freunde: „Sogar einem katholischen Pfarrer gefielen meine derben Comics“, freut sich der 58-jährige Umstädter. Seit 40 Jahren malt er schon. Zuvor allerdings lieber Orchideen oder Wikingerschiffe. Jetzt sind die kunstvollen, versauten Bilderfolgen seine Welt. Das Ganze natürlich oft in hessischer Mundart.

Seit seinem ersten Comic-Band zeichnet der Hobby-Künstler unter dem Pseudonym „Maic“. Bei Ausstellungen in der Frankfurter Brotfabrik oder der Veste Otzberg zeigte er bereits sein Können vor Publikum, aber eigentlich ist das nix für ihn: „Ich liebe es zu malen, kann mich aber nur ganz schwer von meinen Bildern trennen. Da bin ich etwas eigen.“ Gut also, das seine drei Comics jetzt tausendfach gedruckt werden. So fällt die Trennung dann nicht ganz so schwer.

Dritter Comic-Band ist jetzt erschienen

Auf der Internetseitekönnen alle Fans des schwarzen bis deftigen Humors einen Blick auf die drei Bände werfen.http://www.maic-comics.de

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