Dank Spenden: Delfine helfen Mondscheinkind auf die Beine

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Bei der Delfintherapie in Florida ging Mondscheinkind Francesca Castelli auf Tuchfühlung mit zwei der riesigen Meeressäuger. 

Hainburg /Florida – Zwei Delfine haben mehr bewirkt, als alle Schulmedizin zusammen: Das Hainburger Mondscheinkind Francesca Castelli kann wieder gehen. Ermöglicht wurde die Delfintherapie in Florida durch den EXTRA TIPP, der seine Leser zu spenden aufgerufen hatte. Von Christian Reinartz

Francesca Castelli bei der Delfintherapie in Florida.

„Es ist unglaublich“, sagt Kornelia Castelli: „Unsere kleine Francesca kann jetzt alleine laufen.“ Und auch der Gesamtzustand ihrer Tochter habe sichgebessert. Zwei Wochen lang hatte das Mädchen täglich mit zwei Delfinen und einer Therapeutin im Wasser der Florida Keys trainiert. „Sie ist jetzt viel selbstbewusster und traut sich mehr zu.“ Wie auf Kommando läuft Francesca stolz ein paar Schritte durchs Wohnzimmer. Vor kurzer Zeit war das noch undenkbar. Als Mutter Kornelia das sieht, steigen ihr Tränen der Erleichterung in die Augen. Sie ist froh, dass die unter Medizinern umstrittene Delfintherapie angeschlagen hat. Sie war Francescas einzige Chance auf Besserung.

Die Haut des Mädchens verträgt keine UV-Strahlen. Schon der geringste ungeschützte Kontakt mit dem Tageslicht lässt Brandblasen entstehen. Direkter Sonnenschein lässt ihre Haut schwarz werden. Ein weiteres Syndrom lässt Francescas Sehnen langsamer wachsen, als den Rest ihres Körpers.

2010 konnte sie kaum mehr laufen. Sogar eine Operation wurde nötig, bei der die Sehnen künstlich verlängert wurden. Doch nichts half wirklich. Nie konnte Francesca ohne Hilfe gehen. „Doch seit dem Training mit den Delfinen kann sie es“, sagt Kornelia Castelli erleichtert: „Als wenn die Tiere einen Schalter umgelegt hätten.“

Die Fasmilie Castelli freut sich über die Spenden der EXTRA-TIPP-Leser.

An der Sonnen-Empfindlichkeit hat sich unterdessen nichts geändert. „An diesem Gendefekt können wir nichts ändern, aber sie lacht jetzt viel mehr und ist glücklicher als zuvor“, sagt Castelli: „Das macht es ihr leichter, die Situation zu ertragen.“

2013 will die Familie erneut nach Florida. Das gespendete Geld reicht für eine zweite Therapie aus. Kornelia Castelli: „Hätten uns die EXTRA-TIPP-Leser nicht geholfen, würde es Francesca heute nicht so gut gehen. Danke!“

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