„Das Stichwort heißt Motivation“ 

Markus Götz hilft im Kampf gegen Süchte und Stress – mit Hypnose

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Als Hypnotiseur hilft Markus Götz in seiner Praxis Menschen mit Nikotinsucht und Prüfungsangst. 

Bei der Frankfurter Internet-Talkshow „Bembel und Gebabbel“ begeisterte der Hypnotiseur und Hypnosecoach Markus Götz kürzlich die Zuschauer mit einer Kostprobe seines Könnens. Von Christina Langenbahn 

Was ist Hypnose?

Im hypnotisierten Zustand ist das Bewusstsein des Menschen eingeschränkt. Das Unterbewusstsein ist dadurch empfänglicher für Suggestionen jeder Art, so dass der Hypnotiseur mit positiver Beeinflussung falsche Programme des Unterbewusstseins wieder richtig stellen kann. Das funktioniert deshalb so gut, weil sich der Patient während der Hypnose sehr entspannt fühlt und sich damit voll auf den Hypnotiseur konzentrieren kann. Ich kann in diesem Zustand direkte Anweisungen geben, die das Unterbewusstsein umgehend umsetzt.

Weswegen kommen die Menschen in Ihre Praxis?

Das Stichwort heißt Motivation. In den meisten Fällen helfe ich bei der Zigaretten-Entwöhnung, dem Wunsch nach Gewichts- und Stressreduktion. Manche Klienten wollen aber auch ihre Prüfungsangst oder ihre Schlafstörungen bewältigen. Oder ihr Selbstbewusstsein stärken.

Kann sich jeder Mensch hypnotisieren lassen?

Ja – wenn er geistig gesund ist. Und er muss sich natürlich darauf einlassen. Es gibt nur wenige Ausnahmen: Schwangere und Menschen mit Anfallsleiden, wie zum Beispiel Epilepsie sollten sich nicht hypnotisieren lassen. Auch Menschen mit sehr niedrigem Blutdruck, weil der wegen der Entspannung während einer Sitzung meist noch weiter sinkt.

Welche Eigenschaften muss ein guter Hypnotiseur mitbringen?

Man braucht auf jeden Fall eine gesunde Portion Selbstbewusstsein. Mir persönlich kommt da natürlich meine Bühnenerfahrung zugute. Wenn man zum Hypnotiseur geht, dann ist das eine Vertrauenssache. Die Klienten wollen sich absolut sicher fühlen und merken jede Unsicherheit. Deshalb sollte man in seinem Auftreten sehr souverän sein. Und man muss Verantwortungsgefühl gegenüber seinen Klienten haben.

Können Sie einen Menschen gegen seinen Willen hypnotisieren?

Aus ethischen Gründen sollte ein guter Hypnotiseur immer die Einwilligung seines Klienten haben, bevor er ihn hypnotisiert. Außerdem wird im Vorgespräch genau abgeklärt, welche Themen in der Hypnose angesprochen werden.

Wie sieht es denn mit dem Erfolg aus? Können Sie den garantieren?

Hypnose hat eine Erfolgsquote von 93 Prozent. Und das schon nach sechs Sitzungen. Mal zum Vergleich: Studien haben ergeben, dass der Erfolg nach 600 Sitzungen Psychoanalyse bei 38 Prozent Erfolg liegt. Der von Verhaltenstherapie bei 72 Prozent nach 22 Sitzungen.

Also könnte es manchen Menschen viel schneller besser gehen, wenn sie zum Hypnotiseur statt zum Therapeuten gingen. Warum ist das nicht bekannt?

Therapien kann man teilweise vergessen. Aber dahinter stecken natürlich die unterschiedlichsten Interessen. Manche Klienten brauchen nach ein paar Hypnose-Sitzungen gar keine Medikamente mehr. Das ist natürlich nicht im Sinne der Pharmakonzerne.

Also ist die Wirkungsweise noch viel zu unbekannt. Wenn Sie also für Hypnose werben sollten – was würden Sie da sagen?

Über das Denken werden viele Prozesse gesteuert. Diese Chance sollte man ergreifen. Viele Probleme haben psychische Ursachen – wenn man die mit nur ein paar Sitzungen Hypnose behandeln kann, dann ist das doch eine super Sache!

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