Heute werden Speckröllchen dank Kryolipolyse weggeeist

Cool: Fettzellen sterben den Kältetod

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Dr. Navid Roshanaei zeigt einen Applikator mit dem lästige Speckröllchen auf Eis gelegt werden.
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Region Rhein-Main – Der Winterspeck muss sich jetzt warm anziehen. Kryolipolyse heißt der neue Trend mit dem sich lästige Fettpolster einfach wegfrieren lassen. Und das ganz ohne Betäubung, Skalpell oder Spritze. Von Dirk Beutel 

Für unliebsame Fettpölsterchen stehen frostige Zeiten an. Lästiges Hüftgold wird auf Eis gelegt! Wer trotz Sport und gesunder Ernährung immer noch unter gewissen Problemzonen an seinem Körper leidet, kann aufatmen. Denn jetzt bekommen hartnäckige Speckröllchen ihr Fett weg! Und zwar mit Kryolipolyse. Einer neuen Methode, bei der Fettzellen von außen beseitigt werden. Dadurch nimmt die Dicke der Fettschicht ab.

Wie funktioniert das? „An der zu behandelnden Körperregion wird ein Applikator angelegt, der Haut und Unterhautfettgewebe einsaugt und gezielt kühlt“, sagt der Chirurg Dr. Navid Roshanaei von der foraesthetic Lounge in Darmstadt: „Die abgestorbenen Fettzellen werden dann über das Lymphsystem abtransportiert und am Ende sorgt die Leber für die endgültige Beseitigung.“

Dabei wird mit einer Temperatur zwischen vier und Minus zehn Grad gearbeitet. Die Fettzellen werden sozusagen schockgefroren. Ohne Wärme wird ihre Blutversorgung unterbrochen, sie sterben ab. Haut und Gewebe bleiben aber bei der Methode unversehrt.

Auch Männer nutzen die Methode

Eine Sitzung dauert etwa ein Stunde. In der können bis zu 25 Prozent der vorhandenen Fettschicht weggeeist werden. Maximal sind bis zu drei Sitzungen möglich, in denen am Ende sogar bis zu 50 Prozent der vorhandenen Fettschicht reduziert werden kann. „Das entspricht in etwa drei bis sechs Zentimetern im Umfang, je nachdem um welche Fettschicht es sich handelt“, sagt Mediziner Roshanaei. Kosten: Zwischen etwa 800 und 1000 Euro.

Bauch, Hüfte, die Innenseiten der Oberschenkel, und Oberarme sind klassische Körperregionen an denen Kryolipolyse angewendet wird. Der Vorteil: Es ist keine Betäubung nötig, kein Skalpell oder eine Spritze. Und man kann direkt nach der Behandlung ohne Einschränkungen seinem Alltag nachgehen.

Ganz schmerzfrei ist die Methode allerdings nicht. Durch das Ansaugen und das Gefrieren kann es zu Rötungen und Druckstellen kommen, die etwas weh tun und bis zu 14 Tage anhalten können. Nach acht bis zehn Wochen nach der frostigen Fett-weg-Methode spüre man das Ergebnis.

Die Methode ist nicht nur unter Frauen ein Geheimtipp, sogar Männer nutzen die Möglichkeit, kleinere Fettpölsterchen auf Eis zu legen. Aber: Die eiskalte Fett-weg-Methode ist keine Alternative für eine Fettabsaugung. Bei der Kryolipolyse werden Fettzellen nicht komplett entfernt, dass aber ist bei einer Liposuktion (Fettabsaugung) der Fall.

Und Achtung! Der Experte rät: Hände weg vom Selbstversuch! Nicht nur, dass man dabei einen Gefrierbrand auf der Haut riskiert, die Chance auf Erfolg ohne ärztliche Aufsicht ist gleich null, zumal nur ein Mediziner eine kontrollierte Kältebehandlung garantieren könne.

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Dirk Beutel

Dirk Beutel

E-Mail:dirk.beutel@extratipp.com

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