Darf bald jeder im Namen des Luxusmaklers arbeiten?

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Ghanem Ghezal im Empfangsbereich seines Immobilienbüros. Im Hintergrund sind Ausschnitte der Sendung „mieten, kaufen, wohnen“ zu sehen.

Eppstein – Im Luxussegment ist er zuhause – aber nur beruflich. Privat ist Ghanem Ghezal ein „Normalo“, sagt er. Ein Normalo, dem Millionen Zuschauer in der TV-Doku „mieten, kaufen, wohnen“ zusehen. Ghezal verkauft Immobilien – und vielleicht können das bald auch andere Leute in seinem Namen. Von Julia Renner

18 Mitarbeiter hat Ghezal Immobilien mittlerweile und das Unternehmen wächst weiter. Aber nicht um jeden Preis. „Wir sind gesund und das soll auch so bleiben“, sagt Ghezal. Schon seit knapp einem Jahr hat der Makler eine Niederlassung in Frankfurt. Derzeit spielt er mit dem Gedanken, seinen Namen herzugeben: Als Franchisegeber. „Ghezal Immobilien ist allerdings mein drittes Kind. Und es ist nicht leicht, ein Kind aus der Hand zu geben“, sagt der zweifache Vater. Eine endgültige Entscheidung hat er deshalb noch nicht getroffen.

Freiwillige, die sich als Franchisenehmer versuchen würden, müsste er wohl nicht lange suchen. „Jeden Tag bekomme ich zwei bis drei Bewerbungen auf den Tisch.“ Das Interesse am Job des Immobilienmaklers ist groß. Woran die Sendung bei Vox sicherlich großen Anteil hat, sagt Ghezal.

Vom Immobilienmakler zum Familienvater

Aber nicht nur angehende Makler interessieren sich für den 32-Jährigen. Oft wird er auf die Sendung angesprochen, ebenso seine Frau. Für den gebürtigen Schwalbacher ist es immer noch „ein Hammer, prominent zu sein“. Eine Rolle spiele das für ihn aber nicht. Für Ghezal geht es um die Immobilien, „meine Passion, meinen Fetisch“. Wichtig sei, dass die Kunden am Ende des Tages zufrieden seien.

Noch wichtiger ist für Ghanem Ghezal nur eines: Seine Frau und die beiden Töchter. „Am Wochenende werde ich vom Immobilienmakler zum Familienvater. Die Zeit mit meiner Familie ist mir heilig.“ Seit der Makler selbst Vater ist, setzt er sich auch für andere Kinder ein. Seit kurzem ist er Botschafter der Petra-Lustenberger-Stiftung aus Hochheim, die sich um Kinder in Not in aller Welt kümmert.

Mit seiner Arbeit als Werbegesicht für einen Möbelhersteller und den regelmäßigen Drehtagen für die Fernseh-Dokumentation ist sein Terminkalender zum Bersten voll. Reich ist er durch all diese Tätigkeiten aber nicht geworden, wie er betont. „Ich bin ein ganz normaler Arbeiter, wohne auch nicht in einer Villa“, sagt der Makler. Aber: „So Gott will, werde ich auch mal eine haben.“

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