Kommentar

Contra: Keine Entfaltung mehr

Eine Schuluniform drückt keine Gleichheit aus, sie verhindert auch kein Mobbing. Einheitliche Kleidung unterdrückt viel eher die Selbstfindung. Wenn Schüler nicht anziehen dürfen, was sie wollen, fällt nur ein Teil des Erscheinungsbildes weg. Der eigene Stil wird unterdrückt. Ein Kommentar von Janine Drusche

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Tragen Schüler einheitliche Kleidung, rückt Anderes in den Vordergrund: Der uncoole Rucksack oder der billige Schmuck. Gibt es Piercings oder Tätowierungen, werden die bewertet, auch Frisur oder Haarfarbe, Schuhe oder Parfum. Eine Uniform schafft Probleme nicht aus der Welt, eher verlagert sich die Angriffsfläche. Selbstfindung verliert sich, denn später kann der Arbeitgeber der freien Klamotten-Wahl einen Riegel vorschieben. Wann kann ein Mensch das eigene Selbstbild entwerfen, wenn nicht in der Schulzeit? Wer hier nicht ausprobieren darf, dem nimmt man die Möglichkeit auf freie Entfaltung – da, wo sie noch möglich ist. Auch die Kosten spielen eine Rolle. Schüler dürfen heute selbst entscheiden, was sie tragen, das sollte so bleiben. Alles andere wäre ein Rückschritt.

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