Michael Stuhlmiller, Leiter der Schule für Clowns in Hofheim, über sein neues Buch

Clown-Chef: So lassen sich Konflikte mit Selbstvertrauen lösen

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Michael Stuhlmiller ist Clownschulen-Leiter und der wohl lustigste Autor des Taunus. Sein Markenzeichen: Die Clownsnase auf dem Finger.

Hofheim – Egal ob im Beruf oder in der Liebe: Kommunikation ist das A und O. Um Krisen und Konflikte selbstbewusst zu meistern, hat Michael Stuhlmiller, Leiter der Hofheimer Clownschule, die „Fünf Räume des Lachens“ entwickelt.

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Lustig geht es in hier allemal zu: In Michael Stuhlmillers „Schule für Clowns, Komik und Comedy“ werden seit 23 Jahren hunderte Proficlowns ausgebildet. Manche stehen heute beim Zirkus Roncalli in der Manege. Andere lassen sich zu sogenannten „Clowncoaches“ ausbilden: Sie lernen Konflikte zu erkennen, und sie auf lustige Weise zu spiegeln. Rund ums Thema hat Michael Stuhlmiller sein erstes Buch mit dem Titel „Die Kunst des spielerischen Scheiterns: Wahres Selbstvertrauen gewinnen mit der Clownmethode“ veröffentlicht. Am Beispiel des Clowns zeigt er Techniken auf, mehr Selbstvertrauen zu gewinnen. Dazu entwickelte er die „Fünf Räume des Lachens“. 

Der erste Raum des Lachens... dient dem Aufbauen von Selbstvertrauen. „Oft verlieren Menschen in Stresssituationen den Kontakt zu sich selbst und ihrer Umgebung“, sagt Stuhlmiller. Mit einer Atem-Technik, sollen sich solche schwierigen Situationen leichter in den Griff bekommen lassen: „Durch durch das Einatmen kann der Mensch sich innerlich aufladen“, sagt Stuhlmiller. „Dadurch schöpfen sie Kraft.“ Anschließend rät er dazu, sich eine Blase um den Körper vorzustellen. Stress und Probleme, wie am Arbeitsplatz, bleiben daran hängen. 

Der zweite Raum des Lachens... hilft dabei sich selbst und andere zu inspirieren. „Viele Menschen behaupten, sie hätten keine Fantasie. Das stimmt nicht“, sagt Stuhlmiller. Ihm fällt auf, dass sich die Leute zu sehr unter Druck setzen, wenn sie eine neue Aufgabe erhalten. Er rät dazu, Ideen nicht vorher zu entwickeln, sonst setze man sich unter Druck. Sondern erst mal seinen Gefühlen zur Sache bewusst werden, bevor man mit ihr beginnt. 

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Der dritte Raum des Lachens... erleichtert die Kommunikation. Im Beruf herrscht ein Statusgefälle zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Dann trifft ein Mensch mit hohem auf einen mit niedrigem Status. Damit sich der tiefere Status nicht vom höheren unter Druck gesetzt fühlt, soll er laut Stuhlmiller den Mut haben, Fragen zu stellen. Dann muss sich der höhere Status auf den tieferen einstellen und die Kommunikation gelingt. „Auch der höhere Status muss sich trauen, Fragen zu stellen“, sagt Stuhlmiller. Kommt der Mitarbeiter zu spät, ist es sinnvoller nach dem „Warum“ zu fragen, als ihn mit Vorurteilen abzustempeln. 

Der vierte Raum des Lachens... soll helfen, schwierige Situationen zu meistern. Bei Konflikten drohen Beziehungen zu kippen. Dabei kommt es darauf an, den Kontakt zu halten. „Es ist wie beim Purzelbaum: In Momenten der Krise muss man den Schwung, nutzen um sich wieder aufzurappeln.“ 

Der fünfte Raum des Lachens... ist der schwierigste Raum, in dem das angewendet werden muss, was in den vorherigen Räumen gelernt wurde. Aus der inneren Kraft heraus können die Menschen selbstbewusst agieren und erlangen innere Freude. Stress, Konflikte und Scheitern seien dann aus dem Leben verbannt: Sie gebe es dann nicht mehr.

Mit der Show zum Buch tritt Michael Stuhlmiller monatlich in der Clownschule auf. Alle Termine und Infos zu den Kursen und Ausbildungen gibt es unter www.clownschule.de.

Im vergangenen Jahr drehte sich passend zu Halloween alles um die Horror-Clowns. Sie waren auch bei uns in der Region unterwegs.

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