City-Flitzer auf Abruf: Bald auch in Frankfurt?

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Mit einem Anruf erfährt die Kundin, wo der nächste Mini-Flitzer steht. Möglich macht das eine Satelliten gesteuerte Elektronik.

Frankfurt – Kein Auto? Kein Problem. Mit einem Anruf finden Städter das Auto in ihrer Nähe, öffnen mit einem Ausweis die Türen und fahren los.  Von diesem Angebot könnten in Zukunft auch Frankfurter profitieren. Von Angelika Pöppel

„Frankfurt erfüllt alle Kriterien“, sagt Car2go-Pressesprecher Andreas Leo. Denn Frankfurt ist eine Großstadt mit Mangel an Parkplätzen. Deshalb kann er sich vorstellen, das Car2go-Projekt, das ausschließlich mit den kleinen Smart-Autos betrieben wird, auch in der Mainmetropole zu starten.

Das Auto kann überall abgestellt werden

Bisher gibt es in Frankfurt ein ähnliches Angebot nur von der Deutschen Bahn. Doch es gibt Unterschiede: Die Autos der Deutschen Bahn müssen Kunden an einer Sammelstelle abholen und dorthin zurück bringen. Das Car2go lässt sich an allen öffentlichen Straßen, vor der eigenen Haustür oder auf einem Parkplatz in der Stadt abstellen. „Die Parkgebühren zahlt der Konzern“, verspricht Leo. Dadurch können Kunden mit dem Auto in die Stadt fahren und mit dem Bus oder dem Taxi zurück. Auch ohne Reservierung kann der Kunde einsteigen und losfahren. Vorher muss sich einmalig registriert werden.

Wo sich gerade ein Auto befindet, kann man im Internet abrufen. Auch Fahrten in andere Städte und ins Ausland sind bei Car2go und bei der Deutschen Bahn möglich. Ein Auto der Bahn muss mindestens 30 Minuten ausgeliehen werden, nicht so bei Car2go.

Das kosten die verschiedenen Angebote:

„Das Pilotprogramm in Ulm hat gezeigt“, so Leo „dass vor allem junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren die kurzfristige Mobilität nutzen.“ Als nächstes kommt das Projekt nach Hamburg. Frankfurter müssen wohl noch etwas länger warten. „Einen genauen Zeitpunkt, wann es los geht, kann ich nicht nennen“, sagt Leo. Fest steht: Pro Kilometer müssten Frankfurter 29 Cent zahlen und für eine Stunde maximal 14,90 Euro. Beim Bahn-Carsharing kostet‘s 17 bis 19 Cent je Kilometer plus 1,70 bis 7 Euro pro Stunde.

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