Christian Pawlowski bringt edle Marken auf den Markt

Spirituosen-Virtuose versorgt die Region mit edlem Stoff

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Wer die besten Spirituosen auf dem Markt haben will kommt an Christian Pawlowski kaum vorbei. Er arbeitet bei Schneider und Levi und hat die besten Marken der Branche unter Vertrag.

Region Rhein-Main – Große Geister bestimmen seinen Berufsalltag. Christian Pawlowski arbeitet bei „Schneider & Levi“ und hat die besten Spirituosen auf dem Markt unter Vertrag. Wer eine Flasche davon will, muss erst an ihm vorbei. Von Christian Reinartz 

Auch große Geister werden nur in einem Pappkarton transportiert. Klappt Christian Pawlowski diesen auf, werden die Träume eines jeden Spirituosen-Kenners wahr. Denn wenn einer was von edel versteht, dann ist es Pawlowski. Er arbeitet bei „Schneider & Levi“, einer Firma, die sich gezielt die besten und vielversprechendsten Spirituosen auf dem Markt heraussucht und die Vertriebsrechte vom Hersteller übernimmt. „Ab diesem Zeitpunkt geht jede Flasche über meinen Schreibtisch oder den meiner Kollegen“, sagt Pawlowski und zieht eine Flasche Mezcal aus dem Karton. Die kostet 54 Euro. Einen Schluck später ist klar: Das Zeug ist jeden Cent wert. „Es sind genau diese Aha-Erlebnisse, die ich immer wieder erlebe“, sagt Pawlowski „Es gibt da draußen einfach sehr gute Spirituosen, die aber noch keiner kennt.“

Nur acht edle Geister im Sortiment

Viele solcher „Entdeckungen“, wie Pawlowski sie nennt, gibt es nicht. Nur ein paar wenige pro Jahr. Insgesamt stehen im Moment nur acht große Geister im Portfolio der Firma. „Dabei schicken uns hunderte von Herstellern ihre Bewerbungen“, sagt er. Was passieren kann, wenn ein Produkt im Katalog von „Schneider & Levi“ landet, zeigt die Erfolgststory des hippen Szene-Gins „Monkey 47“. Innerhalb weniger Monate ist der Gin zum Verkaufsschlager der Bars avanciert. Mittlerweile gehen nur noch limitierte Lieferungen heraus, weil der Hersteller nicht nachkommt. Und weil Pawlowski den Gin mit der Affenbriefmarke als Etikett nur an Fachhändler liefert und große Supermarkt-Ketten ausschließt, versuchen die sich bei den Fachhändlern zu bedienen. „Aber wenn wir das merken, kriegen diejenigen dann auch nichts mehr geliefert“, sagt Pawlowski. Er sieht in seiner Arbeit mehr als bloße Vermarktung und Vertrieb. „Wir sind was Spirituosen angeht Trendsetter, müssen immer einen Riecher dafür haben, was in Zukunft der Renner sein wird.“

Wermuth ist der neue Gin

Aktuell setzen „Schneider & Levi“ auf Wermuth. „Das ist der neue Gin“, prophezeit Pawlowski und zeigt eine Flascche „Del Professore“ aus Rom. „Das ist im Moment zwar nur eine Nische, aber der ist im Kommen.“ Seiner Meinung hat der eigentlich als „Oma-Drink“ verschriene Wermuth eine große Zukunft auch in der jungen Barszene. „In einem Drink kommt der richtig gut.“ Dass Pawlowski offenbar auch diesmal wieder den richtigen Riecher hat, zeigen die Zahlen. „In den vergangenen Monaten sind immer mehr Bars dazugekommen, die Wermuth ordern.“

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