Christa Giar gründete mehrere Vereine in Oberrad

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Ihr ganzes Leben lang hat sich Christa Giar in Oberrad ehrenamtlich engagiert. Zahlreiche Ehrungen hat die 70-Jährige für ihr bürgerschaftliches Engagement erhalten.

Frankfurt – „Ich habe immer mit Begeisterung gesungen“, erzählt die Oberräderin Christa Giar, die seit ihrer Geburt im Stadtteil lebt. Schon mit ihren Eltern war sie im Gesangsverein Frohsinn von 1835 aktiv und lernte dort auch ihren späteren Mann Helmut kennen. Von Monika Schieder

1963 haben die beiden geheiratet. Heute hat Christa Giar, die seit 14 Jahren verwitwet ist, von ihrer Tochter Andrea und ihrem Schwiegersohn zwei Enkelkinder.

Traurig war sie, als der Gesangsverein 1971 aufgelöst wurde. Damals ging sie mit ihrer Tochter in den Kirchenchor. Bald jedoch fand sie es schade, dass es in Oberrad keinen weltlichen Chor mehr gab. Mit ihrem Mann Helmut wurde sie aktiv und gründete 1984 mit 18 Interessierten den Singkreis Frohsinn. Trotz ihrer Vollzeitstelle als Chefsekretärin war die heute 70-Jährige fünf Jahre Schriftführerin. Seit 1989 ist sie die erste Vorsitzende.

Sie setzte sich für den Erhalt des Bürgertreffs Depot ein

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Doch nicht genug des ehrenamtlichen Engagements. 1987 war sie Gründungs- und wurde Vorstandsmitglied im Vereinsrings Oberrad. Von 1988 bis 1997 war sie erste Vorsitzende und Schriftführerin. Aus familiären Gründen gab sie dieses Amt auf, blieb aber weiter im Vorstand und war von 2000 bis 2004 Beisitzerin. 2005 wurde sie zur zweiten Vorsitzenden und Schriftführerin gewählt. Nach dem plötzlichen Tod von Manfred Dehm übernahm sie wieder das Amt der ersten Vorsitzenden. Im Rahmen des Vereinsrings setzte sie sich erfolgreich für den Erhalt des Bürgertreffs Depot ein und führte sowohl das Stadtteilfest als auch den Weihnachtsmarkt ein.

„So ganz nebenbei“ war sie sieben Jahre Kirchenvorsteherin der Erlösergemeinde, vier Jahre zweite Vorsitzende des Sängerkreises Frankfurt und spielt jetzt beim beim Mundarttheater des Bürgervereins „Frau Aja“. Viele Ehrungen hat ihr ihr Engagement eingebracht: Den Ehrenbrief des Landes Hessen, die Bürgermedaille der Stadt Frankfurt, die Goldene Nadel des Hessischen Sängerbundes und die des Stadtverbandes der Frankfurter Vereinsringe. Einen dringenden Wunsch hat die 70-Jährige aber noch: „Es wäre schön, wenn sich beim Frohsinn und Vereinsring mehr junge Leute engagieren würden.“

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