Chinesische Gärten, thüringische Burgen

Von Jennifer DreherRegion - Den Anfang macht Yangzhou, Partnerstadt von Offenbach, gelegen in der Volksrepublik China.Yangzhou ist eine bezirksfreie Stadt in der Provinz Jiangsu, rund 350 Kilometer von Shanghai entfernt.

700.000 Menschen leben dort, etwa 9,2 Millionen in der Region.

Was man da machen kann: Empfehlenswert ist ein Besuch einer der Gebetsstätten, zum Beispiel des Tempels der Himmlischen Ruhe. Er befindet sich in der Nähe des Ahnentempels des Shigong, am Yichun-Garten. Dort ist auch das Städtische Museum untergebracht. Vor dem Gebäude gibt es einen Antiquitätenmarkt. Wunderschön sind auch die im klassischen Stil angelegten Gärten Shouxihu Gongyuan, Ge Yuan und He Yuan.

Besonderes: Der erste Europäer in Yangzhou war Marco Polo (1254-1324). Zwei Jahre war der Entdecker dort Gouverneur, ihm ist in der Stadt ein Museum gewidmet. Yangzhou ist außerdem die Stadt der Kunst und des Salzes. Durch die Lage direkt am Kaiserkanal wurde Yangzhou im Mittelalter zu einer wohlhabenden und mächtigen Handelsstadt.

Anreise: Hin- und Rückflug von Frankfurt nach Shanghai kosten ab 600 Euro pro Person. Anschließend erreicht man Yangzhou mit der Bahn T702 (vom Hauptbahnhof Shanghai).

Hotelempfehlung: Das Mittelklassehotel Fu Ke Du liegt im Zentrum von Yangzhou (in 40 Middle Jiangyang Road, Yangzhou 225009). Es bietet zwei Wochen (Übernachtung ohne Verpflegung) ab 380 Euro pro Person.Etwas näher gelegen ist Weida in Thüringen, Partnerstadt von Neu-Isenburg.

Weida liegt am östlichen Rand Thüringens, knapp zwölf Kilometer südlich der Stadt Geral zwischen bewaldeten Bergen.

Was man da machen kann: Historie, Kultur und Natur verbindet der "Erlebnis-Burg-Garten" Weida. Im vergangenen Jahr war er anerkanntes Begleitprojekt der Bundesgartenschau Gera und Ronneburg. Allen sportlich Aktiven bietet Weida Tennis, Minigolf sowie eine Kegel- und Bowlingbahn.

Besonderes: Seit 800 Jahren thront die Osterburg als markantes Wahrzeichen über der Stadt. Im zwölften Jahrhundert wurde sie als militärische Befestigung unter Vogt Heinrich I. von 1163 bis 1193 errichtet. Er nannte sie "Das feste Haus zu Weida". Lange Zeit war die Stadt Regierungssitz des Vogtlandes.

Anreise: Weida ist etwa 330 Kilometer entfernt. Für eine einfache Zugfahrt (über Frankfurt, Weimar und Gera bis Weida) zahlt ein Erwachsener ohne Ermäßigung bei der Deutschen Bahn ungefähr 60 Euro.

Hotelempfehlung: Direkt unter der Osterburg liegt eine kleine Pension. Ein Einzelzimmer mit Frühstück kostet dort 25, ein Doppelzimmer 50 Euro. Gäste können auch Ferienwohnungen mieten.Informationen über Bodajk in Ungarn, Partnerstadt von Rödermark gibt es exklusiv auf unserer Webseite www.rheinmain-extratipp.de.

Bodajk liegt circa 70 Kilometer südwestlich von Budapest und hat etwa 4000 Einwohner.

Was kann man da machen? Kapuzinerkloster, Kreuzweg und Wassermühle sind die Hauptsehenswürdigkeiten in Bodajk. Außerdem können Touristen das 1839 erbaute Schloss besichtigen. Es steht auf einem Hügel über der Siedlung. Im Winter sind Pisten für Skifahrer präpariert, im Sommer sorgt ein Seebad für Abkühlung.

Besonderes: Die Gegend um Bodajk wurde schon in der Steinzeit besiedelt. Malerisch ist eine Wanderung durch das Tal des Flusses Gaja, das an Wochenenden auch viele Einheimische bevölkern.

Anreise: Mit Ryanair sind Tickets ab Frankfurt-Hahn nach Budapest für Hin-und Rückflug ab 60 Euro pro Person erhältlich. Vom Flughafen aus ist Bodajk in 90 Minuten mit der Bahn erreichbar.

Hotelempfehlung: Besonders für junge Leute mit wenig Geld empfiehlt sich das Bodajk Dorflager. Eine Bar, Sportmöglichkeiten und gemeinschaftliche Aktivitäten sind speziell auf das junge Publikum ausgerichtet. Pro Tag und Person zahlt man dort ab 6 Euro. Die kleine Pension Sandokan ist eine Alternative für diejenigen, die weniger für Ferienlageratmosphäre übrig haben.

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