Kaufkräftigste Touristen in Frankfurt

Die Chinesen kommen! So vermeiden Sie Fettnäpfchen

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Chinesen bringen vom Kurztrip nach Frankfurt volle Tüten nach Hause.

Frankfurt - Chinesen  lassen mehr Geld in Frankfurt als andere Touristen. Aber Vorsicht: Es herrscht Fettnäpfchen-Alarm. Diese Tipps helfen, dass die Gäste nicht ihr Gesicht verlieren und auch wiederkommen. Von Angelika Pöppel 

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Die Chinesen kommen! Und zwar in Scharen nach Frankfurt. Einziges Ziel: Einkaufen. So scheint es zumindest, denn die Asiaten sind mit Abstand die umsatzstärksten Touristen in der Bankenstadt. „Im Schnitt geben sie in zwei Tagen rund 900 Euro aus“, weiß Hanns-Peter Laux  von der IHK. Grund genug für ihn, einen Chinesen-Workshop für den Einzelhandel anzubieten.
Mitarbeiter erfahren dabei nützliches Wissen für den Umgang mit der fernen Kultur und wie peinliche Fettnäpfchen vermieden werden. Oder wie die richtige Begrüßung  abläuft: „Lächeln ist besonders wichtig. Zuerst leicht mit dem Kopf nicken und dann einen leichten und kurzen Händedruck“, erklärt Laux. Angesprochen wird immer das Familienoberhaupt. „Männer und ältere Menschen genießen eine höhere Stellung. Lady‘s first gilt in diesem Fall nicht.“

Rote Verpackungen werden bevorzugt

Wichtiges Wissen für noble Boutiquen. Denn hier greifen die Chinesen gerne tiefer in die Taschen. „Doch die asiatische Kundschaft mag es nicht forsch und aufdringlich – im Gegenteil. „Diese Kultur ist zurückhaltend, und das erwarten sie auch von dem Verkäufer. Deshalb auch Blickkontakt vermeiden“, sagt der Experte. Und die Beratung mag der Chinese kurz und knapp. Der Chinese will keine Ware aus der Auslage, sondern nur original Verpacktes, sagt Laux. Qualität ist extrem wichtig, aber auch die Farbe. Rote Verpackungen werden bevorzugt, weil die Farbe für Glück steht.

Richtig peinlich kann es bei der falschen Antwort werden: Gesichtsverlust bedeutet für Chinesen wenn Fragen mit Nein beantwortet werden. Deshalb: Statt einem Nein, besser eine Alternative anbieten. Sehr unhöflich ist es in der chinesischen Kultur auch, Gespräche zu unterbrechen. Mit diesen Tipps sollte es nicht nur beim Einkaufen  klappen, sondern auch im Alltag.

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