Büttenreden will gelernt sein

Karl Oertl in der Bütt.

Frankfurt – An seine erste Büttenrede vor etwa 40 Jahren kann sich Karl Oertl noch gut erinnern. Als Schulmädchen Rosi verkleidet berichtete der 30-jährige Oertl auf einer Sitzung in Enkheim aus ihrem Alltag. Aufgeregt sei er damals gewesen, und deshalb hat er ein Glas Cognac getrunken.

Dass kann ich aber keinem empfehlen“, sagt der 72-Jährige heute. Dass hessische Fastnachts-Urgestein („Hessen lacht zur Fassenacht“) weiß, wovon es spricht. Etwa 200 Büttenreden und Protokolle hat Oertl gehalten. Diesen Erfahrungsschatz gibt er in der am kommenden Samstag, 24. September, wieder beginnenden Frankfurter Büttenrednerschule weiter.

Wir wollen die jungen Leute einfach besser auf ihren Auftritt vorbereiten“, sagt Oertl und meint damit zugleich auch seine Mit-Referenten Uwe Stephan und Ernst Kuhnimhof. „Um Sicherheit zu gewinnen, gehöre Wissen über Gestik und Körpersprache zu den Grundlagen“, sagt Oertl. Hinzu kommen dann natürlich die Rhetorik. „Pausen setzen ist ganz wichtig“, so Oertl. Ebenso die Betonung. Wenn ein Politiker von „rechtmäßigen Renten“ spricht, dann macht Oertl daraus „ recht mäßige Renten " und hat beispielsweise damit die Lacher auf seiner Seite.

Neben der Büttenrednerschule bieten Karl Oertl und sein Team für den Große Rat der Frankfurter Karnevalvereine auch eine Schulung für Sitzungspräsidenten (ab 4. Oktober) an. Mehr Infos zu den beiden Angeboten bei Ernst Kuhnimhof unter Telefon  (069) 532194. Die Schulungen finden jeweils im Titusforum in der Nordweststadt statt. nkö

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