Brum gegen Schorr

Zweikampf ums Oberurseler Rathaus

+
Amtsinhaber Hans-Georg Brum gegen Herausforderer Thorsten Schorr.

Oberursel – Am morgigen Sonntag gilt´s. Dann werden die Oberurseler zu den Urnen gebeten, um ihren Bürgermeister für die nächsten sechs Jahre zu wählen. Von den 44.696 Einwohnern sind 33.991 wahlberechtigt. Von Dirk Beutel

Es wird ein Zweikampf zwischen Amtsinhaber Hans-Georg Brum (SPD) und Stadtkämmerer Thorsten Schorr (CDU).

Hans-Georg Brum

Der 59-jährige Bürgermeister ist seit zwölf Jahren im Amt. Wirtschaftsförderung, Stadtplanung, Bürgernähe, das sind die Qualitäten mit denen der Sozialdemokrat um eine neue Amtszeit wirbt. Vor allem infrastrukturell habe sich in Oberursel eine Menge getan. Kitas und Schulen wurden saniert, das Glasfasernetz ausgebaut und auch die Verkehrsanbindung optimiert. Das mache sich gut beim Handel und Gewerbe. Brum: „Wir werden weitere Flächen entwickeln etwa mit dem Gebiet am Bahnhof Oberursel, in den Riedwiesen oder im Zuge von Flächenrecycling in bestehenden Gebieten. Wir stehen mit unseren Firmen, Investoren und Zielkunden in laufendem Dialog. Von den dadurch entstandenen Netzwerken profitieren alle. Für die nächsten Jahre sind bereits eine Reihe neuer Projektentwicklungen angestoßen: Unter anderem ein neues Hotel- und Kongresszentrum und ein Büropark im Ortseingang.“

Herausforderer Thorsten Schorr

Er ist seit 2009 Vorsitzender der Oberurseler CDU und seit 2010 Stadtkämmerer. Der 45 Jahre alte Bankfachwirt will sein Hauptaugenmerk auf die Konsolidierung des Haushaltes legen, außerdem will er Akzente in der Sozial- und Familienpolitik setzen, „unabhängig davon wer im Magistrat dieses Ressort verantwortet“. Schorr erkennt die Qualität der städtischen Infrastruktur an, sieht aber weiteres Entwicklungspotenzial: „Wichtig ist ein Konzept für die Entwicklung der bestehenden Gewerbeflächen, die Anbindung der Nassauer Straße an die Weingärtenumgehung und die Südumgehung. Außerdem müssen wir durch sparsames und effizientes Arbeiten dafür sorgen, dass Steuern und Gebühren stabil bleiben und nicht weiter steigen.“

Ein Problem der Stadt ist der Ausbau des bezahlbaren Wohnraums. Die Flächen für Neubauten sind knapp. Brum setzt dabei auf städtische Areale am Stadtrand. „Ich führe Gespräche, um einen Pakt für preiswerten Wohnraum in Oberursel zu bilden, damit die relevanten Leistungsträger an einem Tisch zusammen kommen.“

Thorsten Schorr hält dagegen die Bereitstellung von Grundstücken in Erbpacht für Familien mit Kindern erforderlich. Und: „Bei der Ausweisung von Neubaugebieten sollte man darüber hinaus Investoren vorschreiben, einen bestimmten Prozentsatz preiswerter Wohnungen zu errichten, wie andere Städte das bereits praktizieren.“

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare