Für das Bürgermeisteramt

Schwalbach hat die Wahl: Axel Fink tritt gegen Christiane Augsburger an

Christiane Augsburger  oder Axel Fink?

Schwalbach – Urnengang in Schwalbach: Wer nimmt künftig auf dem Stuhl des Bürgermeisters Platz: Christiane Augsburger  oder Axel Fink? Das entscheiden die Bürger am 16. Februar per Direktwahl. Von Dirk Beutel

Zusätzliche Kinderbetreuungsplätze, Neugestaltung des Marktplatzes, ein ausgeglichener Haushalt: Auf Schwalbachs neuen Bürgermeister kommen in den nächsten sechs Jahren einige Projekte zu. Projekte, über denen stets der Anspruch der Nachhaltigkeit stehen müsse, wie Noch-Amtsinhaberin Christiane Augsburger (SPD) betont: „Bei allen anstehenden Planungen muss sichergestellt werden, dass wir sorgsam mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln umgehen. Mir ist deshalb wichtig, dass wir weiterhin transparent und sparsam wirtschaften.“ Das betreffe sowohl größere als auch kleinere Projekte, die die Betriebswirtin und gelernte Justizangestellte anstrebt. Wie etwa die Sanierung des Kunstrasenplatzes, den Ausbau der Schüler- und Hausaufgabenhilfe oder die Umgestaltung des unteren Marktplatzes. Die Kosten dafür werden mit etwa drei Millionen beziffert.

Fink will keinen Umbau des Markplatzes

Ein Umbau, den es mit dem Ersten Stadtrat und einzigem Gegenkandidaten Axel Fink (CDU) auf keinen Fall geben wird. Der ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiter von Ex-Ministerpräsident Roland Koch und Volljurist im Rechtsamt des Main-Taunus-Kreises kritisiert seine Kontrahentin ganz offen: „Seit Jahren werden Bewohner und Passanten belästigt, und jüngst kam es zu zwei schweren Gewaltdelikten. Die Bürgermeisterin sieht das täglich von ihrem Dienstzimmer aus an und unternimmt nichts. Bevor man sich Gedanken über kosmetische Verschönerungen macht, muss erst die Sicherheit hergestellt werden.“ Statt Millionenbeträge in den Umbau zu stecken, sieht der gebürtige Frankfurter eher Priorität beim Ausbau seniorengerechterer betreuter Wohnungen.

Bei Erhöhung der Kita-Plätze einig

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Darüber hinaus setze er sich für gerechte Fernwärmepreise ein und wolle die Verhandlungen mit den zuständigen Energieversorgern zu einem positiven Ende bringen. Dennoch stellt Fink ein großes Ausrufezeichen hinter das Thema Sicherheit: „Die Ordnungspolizei soll verstärkt auf Streife gehen. Ich habe kein Verständnis dafür, dass unsere von zwei auf fünf Stellen aufgestockte Ordnungspolizei für regelmäßige Botengänge für Magistratsmitglieder und Stadtverordnete abgestellt wird. Das werde ich ändern und die Präsenz auf der Straße erhöhen“, sagt Fink und spricht in diesem Zusammenhang auch die Drogenszene vor dem Bunten Riesen, einem Plattenbau am Rande der Wohnstadt Limes, an. Ein Standpunkt, den Augsburger gezielt in ihrem Bürgerbrief als Wahlkampfrhetorik entschärft. Sie habe sich in der Vergangenheit verstärkt für eine bessere Sicherheit engagiert. So wurde vielerorts für bessere Beleuchtung gesorgt, die Anzahl der Ordnungspolizisten erhöht und Streetworker seien bis in die Abendstunden und an den Wochenenden ansprechbar.

Ein Thema, bei dem sich beide Kontrahenten einig sind, ist die Erhöhung der Anzahl der Kita-Betreuungsplätze. Erst kürzlich wurde bekannt, dass die Stadt den Bedarf nicht decken kann: Spätestens wenn die Sommerferien beginnen, gibt es für mindestens 45 Kinder keinen Platz. „Es gibt nicht mehr Kinder in Schwalbach, aber wir stellen fest, dass sich das Anmeldeverhalten der Eltern ändert“, sagt Augsburger. Als Gegenmaßnahmen nennt sie die Einrichtung eines Waldkindergartens, und noch in diesem Jahr werde die Gruppenzahl im Kindergarten „Am Park“ erhöht. Herausforderer Fink fordert darüber hinaus flexiblere und längere Betreuungszeiten, um die nächste Kinder-Welle bewältigen zu können.

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