Zu Weihnachten

Bruder Paulus’ Botschaft: Schenken, damit die Welt heller wird!

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Bruder Paulus Terwite schaut nachdenklich in die Kerzen.

Region Rhein-Main – Alle Jahre wieder: An Weihnachten ist Staunen dran. Bei Christen über Gott. Sie bauen eine Krippe. Singen Lieder. Wecken Gefühle. Sie bewundern das Geschenk von Gott. Es heißt Jesus.

Mit Jesus, so sagen sie, überwindet Gott die Distanz von Himmel und Erde. Er sucht unsere Nähe. Mit diesem Jesus von Nazareth, geboren in Bethlehem, beginnt ein neuer Abschnitt der Menschheitsgeschichte. Ein neuer, ein ganz neuer Mensch wird geboren.

Der Gottessohn in der Krippe hat es nämlich in sich. Als Erwachsener wird er sein Herz zeigen. Ein Herz von Gott. Sein Herz ist Gottes Geschenk für die Menschen. Daran denken wir an Weihnachten. Deswegen ist für Christen Weihnachten ein Fest des göttlichen Schenkens.

Das Fest des Schenkens

Wohlgemerkt: Das Fest des Schenkens. Schenken kann man ja immer. Aber an Weihnachten machen das viele. Es tut uns gut, wenn wir von den Nachbarn wissen: Die tun es jetzt auch. Denn es verbindet uns Menschen, wenn wir dem Nächsten gern Gutes tun. Damit sagen wir ihm: Du, ich staune über Dich. Du bist ein Geschenk für mich - und darum will ich Dir etwas schenken.

Wer so schenkt, hat viel von Weihnachten verstanden. Christen sagen: Gott schenkt aus Gnade. Wenn Christen sich „gnadenreiche Weihnachten“ wünschen, dann gratulieren sie sich damit zum Fest. Sie sagen: Erlebe neu, dass Du für Gott nichts tun brauchst. Er kommt auf Dich zu. Er schenkt Dir seine Liebe. Immer. Kostenlos. Ohne Dich zu fragen, wie Du gelebt hast oder ob Du diese Gratisliebe verdienst.

Die Gesellschaft wird kalt

Unsere Gesellschaft lebt von diesem christlichen Grundglauben. Viele spüren, dass die Welt kalt wird, wenn alle nur rechnen. Sich um den eigenen Profit kümmern. Sich überlegen, wie man selber am besten durchkommt. Maria hat „ein Kind geboren wohl zu der halben Nacht“ heißt es im Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“. An dunkle Machenschaften denke ich, wenn ich das Lied in diesem Jahr wieder singen werde. Nicht nur wirtschaftlich ist es heute „Nacht“. Auch im persönlichen Leben geht das Hoffnungslicht aus, wenn Untreue die Liebe zerstört, Desinteresse der Eltern Kinder verstummen lässt oder Vereine nicht weiterkommen, weil sich keiner mehr für Gemeinschaft interessiert.

An Weihnachten schreitet Gott zur Tat. Seine Liebe wird greifbar. Ich bin froh, dass so viele Menschen sich von Kälte und Dunkel in der Welt nicht niederdrücken lassen. Sie wissen als Leser vom EXTRA TIPP von interessanten und erfolgreichen Projekten, mit denen soziale Not abgewendet wird. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Das ganze Jahr bringen Menschen einander zum Staunen. Sie bestimmen nicht die Schlagzeilen. Aber immer, wenn einer dem anderen Zeit, Aufmerksamkeit oder auch mal finanzielle Hilfe schenkt, wird die Welt ein wenig heller.

Sie, liebe Leser des EXTRA TIPPs, sind ein Geschenk Gottes für die Welt und für Ihre Mitmenschen. Ich danke Ihnen, dass Sie mithelfen, Ihre Nachbarin, Ihre Bekannten oder fernen Verwandten zum Staunen zu bringen. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit.

Gnadenreiche Festtage

Ihr

Bruder Paulus

Kapuziner in Liebfrauen

Wer Bruder Paulus und seine obdachlosen Gäste beim Franziskustreff unterstützen will, spendet an: Franziskustreff, Konto 406058, Frankfurter Sparkasse, 50050201.

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