Das war los

Bruder gesteht Mord +++Zwei Autos überschlagen+++Asylheim beschossen 

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Fünf Verletzte und sechs schrottreife Fahrzeuge, zwei davon auf dem Dach liegend, sind die Bilanz eines schweren Verkehrsunfalls auf der A5 in Höhe des Frankfurter Flughafens.

Offenbach/Hanau/Frankfurt/Schmitten/Dreieich/Babenhausen Im Fall der getöteten Schwangeren in Hanau hat der Bruder die Tat gestanden und auf der A5 am Frankfurter Flughafen kam es zu einen Unfall mit zwei Überschlägen. Das und noch mehr war los am Wochenende:

Getötete Schwangere: Bruder gesteht Messerstiche

Hanau/Trier - Im Fall der in Hanau getöteten schwangeren Frau hat einer der zwei tatverdächtigen Brüder Messerstiche gegen die 30-Jährige gestanden. Der 26 Jahre alte Mann habe nach einer mehrstündigen Vernehmung zugegeben, dass es am vergangenen Donnerstag in der Wohnung der Frau zu einem Streit gekommen sei, teilte die Polizei am Montag in Offenbach mit. Dabei habe er aus der Küche ein Messer geholt und auf die Schwester eingestochen. Die Frau hatte Schnittverletzungen im Hals- und oberen Brustbereich erlitten.

Das Motiv der Bluttat sei nach Auffassung der Staatsanwaltschaft vermutlich die vermeintlich verletzte Familienehre gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Opfer und mutmaßliche Täter stammen aus Syrien. Nach Medienberichten soll die Frau eine Affäre gehabt haben. Das konnte der Polizeisprecher nicht bestätigen.

Der 26-Jährige und sein 21 Jahre alter Bruder waren am Freitag in der Nähe von Trier an einer Straßensperre in einem Taxi festgenommen worden. Dabei leisteten die beiden keinen Widerstand.

Ein Nachbar der Frau hatte die Polizei in Hanau am Donnerstag alarmiert, als er Schreie gehört hatte. Nach ersten Erkenntnissen geschah die Tat in der Wohnung und dem Treppenhaus. In der Wohnung lebte die Frau seit Sommer vergangenen Jahres mit ihrem 31-jährigen Ehemann und einem sechsjährigen Kind. Die 30-Jährige war im vierten oder fünften Monat schwanger. Der Ehemann wurde bei der Auseinandersetzung leicht verletzt.

Unfall mit fünf Fahrzeugen auf A5: Sechs Menschen verletzt

Frankfurt  - Bei einem Unfall mit fünf Fahrzeugen auf der Autobahn 5 nahe des Frankfurter Flughafens sind sechs Menschen verletzt worden, einer davon schwer. Warum die Fahrzeuge am Sonntag zwischen der Anschlussstelle Zeppelinheim und dem Frankfurter Kreuz in Fahrtrichtung Norden kollidierten, war noch unklar, wie die Polizei mitteilte. Zwei Fahrzeuge hätten sich überschlagen, die drei weiteren seien ebenfalls erheblich beschädigt. Der Schaden belaufe sich auf mehrere Zehntausend Euro.

Lesen Sie hier die EXTRA TIPP-Berichterstattung zum Thema Überschläge

Es waren viele Rettungskräfte im Einsatz, auch der Rettungshubschrauber landete auf der A5, die für rund anderthalb Stunden gesperrt wurde. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau. In der Gegenrichtung sorgten nach Angaben der Polizei viele Gaffer für Behinderungen.

Schwerer Unfall auf der A5 mit Überschlag

Silvesterrakete abgefeuert: Landebahn kurzzeitig gesperrt

Frankfurt/Kelsterbach - Eine Silvesterrakete hat den Flugverkehr in Frankfurt auf einer Landebahn für kurze Zeit etwas durcheinandergewirbelt. Ein 41 Jahre alter Mann hatte die Rakete am Samstagmittag im nahen Kelsterbach gezündet, wie die Polizei am Sonntag in Frankfurt mitteilte. Sie sei neben einer aus dem italienischen Verona kommenden Maschine explodiert, die gerade im Landeanflug auf die Nordwest-Bahn gewesen sei. Diese Maschine konnte gefahrlos landen, ein nachfolgender Flieger wurde angewiesen, durchzustarten. Er landete schließlich auf einer anderen Bahn.

Die Nordwest-Bahn wurde für etwa eine halbe Stunde gesperrt, an dem Flugzeug aus Verona wurden nach Angaben der Polizei keine Schäden festgestellt. Der Mann aus Kelsterbach wurde ausfindig gemacht, er gestand die Tat und zeigte laut Polizei Reue. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr eingeleitet.

Taxifahrer von Fahrgästen überfallen: Handy als Beute

Groß-Gerau/Frankfurt - Ein Taxifahrer ist in Groß-Gerau von seinen eigenen Fahrgästen überfallen worden. Die zwei Täter sprühten ihm am Sonntagmorgen vor einer Diskothek Pfefferspray in die Augen und nahmen ihm ein Handy ab, wie die Polizei mitteilte. Der Taxifahrer kam mit leichten Augenverletzungen in ein Krankenhaus. Der 51-Jährige hatte die beiden Männer zuvor vom Frankfurter Hauptbahnhof nach Groß-Gerau gebracht.

Flüchtlingsunterkunft im Taunus mit Farbkugeln beschossen

Schmitten - Mit Farbkugeln ist eine Flüchtlingsunterkunft in Schmitten beschossen worden. Verletzt worden sei bei dem Vorfall in der Nacht auf Samstag niemand, teilte die Polizei mit. Bislang fehle von den Tätern jede Spur, die Kriminalpolizei begutachte den Tatort, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag in Wiesbaden. Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz ermittelt in der Angelegenheit.

Die Bewohner der Unterkunft waren in der Nacht von Schlägen gegen die Hauswand wach geworden. Erst am Tag sei dann entdeckt worden, dass die Fassade, Fenster und ein Balkon über zwei Etagen mit gelber Farbe beschmiert waren. Die Farbkugeln wurden vermutlich aus einer Paintball-Waffe abgefeuert. Für die Bewohner der Unterkunft bestand nach Angaben der Polizei zu keiner Zeit eine Gefahr. Der Sachschaden beträgt etwa 1000 Euro.

Fotos: Flüchtlingsheim mit Farbkugeln beschossen

Dreieich: 700 Menschen demonstrieren gegen Rassismus

Dreieich - Fünf Tage nach Schüssen auf eine Flüchtlingsunterkunft haben rund 700 Menschen in Dreieich gegen Fremdenfeindlichkeit demonstriert. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, sei alles geordnet und friedlich verlaufen. Die Demonstration stand unter dem Motto "Solidarität mit allen Geflüchteten! Das Problem heißt Rassismus!".

Am Montagmorgen war durch Schüsse auf die Flüchtlingsunterkunft in Dreieich ein 23-Jähriger im Schlaf getroffen und leicht am Bein verletzt worden. Viele Fragen sind in dem Fall offen, etwa das Motiv oder wer geschossen hat. Die Polizei konnte am Samstag keine weiteren Details nennen. Eine Sonderkommission arbeitet an dem Fall.

"Es muss mit großem Nachdruck ermittelt werden", forderte die hessische Landtagsfraktion der Grünen in einer Mitteilung. Die Demonstration sei ein "starkes Zeichen für Weltoffenheit und für Solidarität mit Flüchtlingen". Fremdenfeindlichkeit habe in Hessen und andernorts keinen Platz und müsse bekämpft werden.

Autohändler prügeln auf Familie ein: 14-Jähriger festgenommen

Offenbach - Nach einer Schlägerei zwischen Autohändlern in Offenbach ist ein 14-Jähriger festgenommen worden. Am Freitagabend hatten rund 15 Menschen mit Baseball- und Golfschlägern eine im Auto sitzende Familie angegriffen, wie das Polizeipräsidium in Südosthessen am Samstag berichtete. Ein 42-Jähriger verletzte sich den Angaben zufolge leicht, weil er mit einem Messer attackiert worden war. Die mutmaßlichen Täter flüchteten, als die Polizei eintraf. Die Ursache für den Streit war zunächst unklar. "Wir vermuten, dass die Gruppe das Auto haben wollte", sagte der Polizeisprecher. Die Ermittlungen dauerten an.

Auto prallt gegen Brückenpfeiler - Fahrer in Klinik

Babenhausen - Ein 74-Jähriger ist mit seinem Auto nahe Babenhausen gegen einen Brückenpfeiler gefahren und schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, verlor der Mann am Freitagabend die Kontrolle über seinen Wagen und kam von der Straße ab. Der Fahrer war in seinem demolierten Fahrzeug eingeklemmt. Er wurde befreit und ins Krankenhaus gebracht.

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