Urteil des Amtsgerichts

Feuerwehrmann als Brandstifter: Zwei Jahre auf Bewährung

Frankfurt/Friedrichsdorf - Weil er mehrere Brände gelegt hat, hat das Frankfurter Amtsgericht einen Rettungssanitäter und Feuerwehrmann zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Der 19-Jährige hatte im vergangenen Jahr in Friedrichsdorf hohen Schaden angerichtet. 

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Innerhalb mehrerer Monate beging er im Sommer zehn Straftaten. Zwei Mal setzte er Waldboden in Brand, mehrfach Gartenhütten und Strohballen. Mit 18.000 Euro entstand bei einem Brand in einem Wertstoffhof der größte Schaden. Tatmotiv sei die Stärkung der Kameradschaft in der freiwilligen Feuerwehr durch das gemeinsame Löschen der Brände gewesen, sagte der Angeklagte. Inzwischen ist er bei der Feuerwehr ausgeschieden.

Aufgrund fehlender Vorstrafen, seines Schulabschlusses und der familiären Situation gingen Gericht und Staatsanwaltschaft nicht automatisch von „schädlichen Neigungen“ bei dem Angeklagten aus. Er müsse allerdings in den kommenden zwei Jahren durch ein straffreies Leben beweisen, dass die Brandserie nur ein Ausrutscher gewesen sei. Darüber hinaus wurde ihm auferlegt, den Schaden weiter gutzumachen. An die Besitzer der Hütten hatte er bereits Geld gezahlt. dpa/lhe

Archivbilder

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