Boom der Bäckereien

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Konkurrenz in unmittelbarer Nähe belebt das Geschäft: Christiane Kahl (ganz links) von der Bäckerei Kahl.

Frankfurt – Wer Lust auf ein süßes Stückchen oder ein herzhaftes Brötchen verspürt, der hat seit Kurzem im Bereich des unteren Sandwegs die Qual der Wahl. Innerhalb weniger Wochen hat dort die Bäckerei-Dichte enorm zugenommen.

Gökhan Ulus und Merve Aldikacti von der Bäckerei Sandkuchen.

Schon seit 2010 ist die Bäckerei Kahl an der Ecke zur Friedberger Anlage heimisch. Christiane Kahl musste damals mit ihrem Laden von der Hanauer Landstraße dorthin ziehen, da die Mieten zu stark stiegen. „Ein Großteil unserer Stammkundschaft ist mitgezogen“, freut sie sich. Offensichtlich wollen diese nicht auf die selbstgemachten süßen Stückchen und Törtchen sowie das Vollkornbrot aus der Wetterau verzichten. Als Anfang August im Sandweg 34 die Bäckerei Sandweg eröffnete, habe sie ein ungutes Gefühl gehabt, da dort einfach mehr Laufkundschaft vorbeikommt. „Mein Mann ist Optimist. Der hat gesagt, wir überzeugen einfach mit Qualität“, erzählt sie.

Auf die setzt auch Adhamasios Karalias in Nummer 34. Deshalb hat er Waren der Traditionsbäckerei Schaan im Angebot. Alles könnte für ihn gut laufen, bis dann vor knapp zwei Wochen nur wenige Meter weiter die Bäckerei Sandkuchen an der Ecke mit der Königswarterstraße aufmachte. Sie gehört Gökhan Ulus. „Als wir das hier geplant haben, wussten wir nicht, dass schon eine andere Bäckerei in Planung war“, berichtet er. Jetzt gebe es aber kein Zurück mehr. Und wieder fällt das Q-Wort: „Die Qualität entscheidet“, meint er.

Über die entscheiden jetzt die hungrigen Passanten und Anwohner. nkö

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