Pop aus Hessen

Der letzte Cowboy Frankfurts: Bobby aus Schwanheim

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Der letzte Cowboy Hessens: Bobby von Schwanheim.

Frankfurt – Ein Mann, ein Hut: Er lebt auf der Bühne, ist gradlinig wie eine Serpentinenstrecke und gnadenlos hessisch. Für seine Heimat änderte er sogar seine Identität. Sänger Bobby von Schwanheim, das Urgestein des Hessen-Pop's liebt seinen Frankfurter Stadtteil und widmet ihm jetzt seine neueste CD. Von Mareike Palmy

Seine Mittel sind einfach: Eine Gitarre und seine Stimme,mehr benötigt er nicht um die Zeit des pickin' Country-Blues und Swing, wie er seine Musik nennt, wieder aufleben zu lassen. Eine Liebeserklärung an Frankfurt ist die neue Platte „Banke, Puffs und Ebbelwoi“ geworden. Gemeinsam mit seiner Band „reimtext“, singt der Schwanheimer Lieder in hessischer Mundart, Swing, Blues, Country oder mit Südstatenflair. Im Mai erscheint jetzt das neuste Werk der lustigen Truppe.

Ein Mann, ein Hut

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Bereits seit über dreißig Jahren steht der Mann mit der Tolle, den schwarzen Koteletten und dem Cowboyhut auf der Bühne. Angefangen hat seine Musikerkarriere schon als kleiner Junge mit einem Klavier, das er jedoch im heimischen Wohnzimmer abfackelte. „Ich war schon immer sehr exzentrisch“, gibt der Rock 'n' Roller zu.

Schwanheimer Runde: Bobby (mit Cowboyhut) und seine Jungs an einem Kiosk am Mainufer des Frankfurter Stadtteils.

Wenn er gerade keine Lieder schreibt, Musik komponiert oder sich um das Managemenkümmert, erholt sich Bobby von Schwanheim, der eigentlich Bobby Hepp heißt, am Main oder im Wald. Über zwanzig Jahren streift er hier schon durch die Gegend: „Wir Schwanheimer sind eine eigene Gemeinschaft. Der Stadtteil hat einen hohen Freizeitwert. Das liebe ich so an meiner Heimat“, erklärt der Mann mit der Gitarre.

Der dörfliche Teil Frankfurts hat es ihm angetan, vor allem die Apfelweinkneipen rund um das Mainufer, besucht er gern, um „Erlebnisberichte an der Theke“ auszutauschen.

Viel Zeit bleibt ihm allerdings nicht, um Schwanheim zu genießen. „Wir touren oft durch Deutschland, manchmal bin ich tagelang nicht zuhause“, erzählt der letzte Cowboy Hessens. Deswegen zieht es den Musiker auch nicht ins Ausland. „Der Frankfurter Süden ist Südstaat genug. Ich brauche nicht in die Ferne, komme immer wieder gerne heim zu meiner Liebsten“, so Bobby von Schwanheim.

Banke, Puffs und Ebbelwoi: Eine Ode an die Heimat

Für seinen Stadtteil macht er sich sogar stark: Die Internetseite Schwanheim.com ist ein freier Service für Schwanheimer Bürger, gefördert und realisiert vom Hessen-Cowboy höchstpersönlich.

Wer hören will, wie Schwanheim klingt, kommt am Samstag, 7. Mai, in die „Mainlust“, Hegarstraße 1, oder geht ins Internet auf bobby.schwanheim.com.

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