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Parcours in Ginnheim: Er gibt BMXern ein Zuhause

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Thorsten Biel ist stolz auf seinen Bikepark in Ginnheim.
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Frankfurt – Thorsten Biel das Relikt aus seiner Jugend wieder aufleben lassen: BMX und Mountainbikes waren in den 80ern richtig angesagt. In Ginnheim hat der 40-Jährige einen Bikepark ins Leben gerufen, damit die Jugendlichen auch heute mit dem Sport aufwachsen. Von Angelika Pöppel

„Die Biker sind schon lange keine kleine Randgruppe mehr“, weiß Thorsten Biel. Das Interesse an dem Sport sei groß, aber das Angebot in Frankfurt nur klein. Deshalb wollte der 40-Jährige den Frankfurter Jugendlichen einen Ort geben, an dem sie sich austoben können. Und den hat er in Ginnheim gefunden. Seit fünf Jahren kommen die Jugendlichen aus allen Stadtteilen nach Ginnheim, denn hier ist der größte Outdoor-Bikepark in Frankfurt. Zusammen mit Florian Siegloch gründete er 2003 den Verein Stahlfräse.

Stadt war schwer zu überzeugen

Der Bikepark in Ginnheim, Platenstraße 97b, ist dienstags, mittwochs und donnerstags von 14.30 Uhr bis 21.30 Uhr geöffnet. Samstag und Sonntag steht der Park ab 15 Uhr zur Verfügung. Mehr Informationen auf der Internetseite des Bikeparks.

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Doch bis zu dem Park war es ein langer Weg. „Von Anfang an haben wir den Park an soziale Projekte gekoppelt“, sagt er. Und nur so habe er die Stadt überzeugen können. Der Park ist für alle da. Biel verleiht deshalb kostenlos Fahrräder: „Niemand soll ausgegrenzt werden.“ In Workshops lernen Kinder und Jugendliche auch die Fahrradtechnik und das Zubehör kennen. Einmal im Jahr veranstaltet er einen BMX-Contest. Dann zeigen die Biker ihre besten Tricks und Sprünge. Bei kleineren Wettbewerben punkten die weniger professionellen Teilnehmer durch Schnelligkeit und Geschicklichkeit. Die Jugendlichen sollen auch lernen, sich an Regeln zu halten. Helmpflicht ist Biel besonders wichtig. Bei den Jugendlichen ist er dennoch beliebt, schließlich ist er einer von ihnen. Mit elf Jahren entdeckte er den Fahrradsport. „Damals kam der Hype von Amerika nach Frankfurt“, erzählt er. Doch so professionell wie die Fahrer heute, sei er nie gefahren. „Der technische Fortschritt hat das Fahren viel spektakulärer gemacht, als noch vor 20 Jahren“, sagt Biel. Mit 19 stieg er aus – ein fester Job wurde wichtiger. Trotzdem schlägt sein Herz noch für den Sport: „Meine Generation ist damit groß geworden, ich freue mich, wenn die Jugend heute auch damit aufwächst.“

Angelika Pöppel

Angelika Pöppel

E-Mail:angelika.poeppel@extratipp.com

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