Nach sechs Monaten

Blutbad im Gericht Frankfurt: Ermittlungen bald beendet

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28 Menschen wurden nach den tödlichen Schüssen im Frankfurter Gericht im Januar festgenommen.

Frankfurt - Ein halbes Jahr nach dem Blutbad in einem Frankfurter Gericht mit zwei Toten steht die Anklageerhebung gegen den mutmaßlichen Täter noch aus. "Die Ermittlungen nähern sich dem Ende", sagte Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu.

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Die Ergebnisse der von Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) einberufenen Arbeitsgruppe Sicherheit liegen auch noch nicht vor. Das Rohkonzept mit Handlungsempfehlungen für die Gerichte sei aber fertig und solle bis zur Sommerpause Anfang August überarbeitet sein, sagte der Sprecher des Justizministeriums, Wolfgang Ommert, am Montag.

Ein 47-Jähriger hatte am 24. Januar zwei Angeklagte (45 und 50 Jahre alt) im Gericht erschossen - ersten Ermittlungen zufolge ein Akt von Selbstjustiz. Die beiden Angeklagten standen wegen einer tödlichen Messerattacke vor dem Landgericht. Der Bruder ihres Opfers von damals hatte den Ermittlungen zufolge geschossen und wurde nach der Tat festgenommen. Täter wie Opfer sind nach Angaben der Behörden Autohändler afghanischer Herkunft.

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dpa

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