Er blickt mit dem Ring-Center in eine rosige Zukunft

Offenbach - Michael Relic ist der Kümmerer. Der Center-Manager des Ring-Centers organisiert Ausstellungen im Einkaufszentrum, bringt Aktionen zum Laufen, macht die Pressearbeit, kümmert sich ums Marketing, stellt den Branchenmix zusammen und klärt alle dazu gehörigen rechtlichen Fragen.

Und das alles ist nur ein Bruchteil seiner täglichen rund zwölfstündigen Arbeit. Denn der 38-Jährige hat viel vor: Das Ring-Center in eine neue Ära begleiten.

Der geborene Offenbacher lässt sich nicht in die Karten schauen. Doch in den kommenden Jahren stehe Großes bevor. Fest steht bereits, dass es einen neuen Eingangsbereich gibt und im Bereich der Kassen des Einkaufsbereichs sechs neue Läden entstehen. Denn Relic hat ein großes Ziel: Den jetzigen Kundenbestand pflegen und möglicherweise die Kundesfrequenz im Ring-Center von geschätzten 15.000 Besuchern pro Tag zu steigern.

Dabei helfen ihm auch zahlreiche Aktionen, die Kunden aus dem Umkreis anlocken. Sechs solcher Spezial-Wochen gibt es über das Jahr verteilt. Morgen startet beispielsweise das Frühjahrsspektakel. Jeder Tag steht unter einem bestimmten Motto. Da gibt es einen Biertag mit zehn Prozent Rabatt auf alle Biersorten (Montag) oder ein spezielles Bingo-Spiel mit wertvollen Preisen (Dienstag) oder einen extra Bio-Tag mit diversen Leckereien zu Spottpreisen (Freitag). Dazu stellen die ganze nächste Woche Autohäuser über 30 Neuwagen aus. Weiterhin gibtâ??s für die Kinder Bobby-Car-Rennen, Torwandschießen, Kinderkarussel und Kinder-Fotocasting. Sportlich wirdâ??s am Donnerstag, wenn 20 Karten für das Spiel Kickers gegen Hoffenheim verlost werden und einige OFC-Spieler für eine Autogrammstunde bereit stehen.

Relic: "Für uns ist wichtig, dass wir Angebote für die ganze Familie haben. An jedem Tag bieten wir Programmpunkte für alle Altersklassen." Dabei muss das seit 1999 bestehende Ring-Center nicht aus wirtschaftlicher Schwäche aktiv werden. Den meisten Geschäften, so Relic, gehe es gut. Und: "Seit der Eröffnung des Ring-Centers ist noch nie ein Mieter unter unserem Dach Pleite gegangen. Das sagt alles", sagt er.

Trotzdem sieht er die "Mall" (wie er sagt) im Umbruch. Man müsse neue Mieter dazu gewinnen. "Anfragen habe ich genug", sagt er und blättert demonstrativ durch einen lexikondicken Schnellhefter mit Schreiben interessierter Firmen.

Damit er die ehrgeizigen Ziele umsetzen kann, hat er zum 1. April extra eine Assistentin eingestellt. Die studierte Kommunikations-Wissenschaftlerin Doris Deixelberger ist aus Graz zum fünfköpfigen Organisations-Team um den Center-Manager gestoßen. In der Relic-Philosophie ist die 28-Jährige eher eine Ausnahme. "In der Regel arbeite ich nur mit regionalen Partnern und Firmen zusammen." agk

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