Steffen Friedrich neuer Spielertrainer des A-Ligisten / Sarikaya kommt, Herbert nimmt den Hut

Bewegte Winterpause beim FSV

Einziger Abgang in der Winterpause: Patrick Herbert (r.) hat den FSV Groß-Zimmern gen Gruppenligist TSV Lengfeld verlassen.  - Foto: jd A-Ligist hat einen neuen Trainer, vier neue Spieler und verzeichnet einen prominenten Abgang

Von Jens Dörr.

Groß-Zimmern - Nach einer schwierigen, von Verletzungen und langen Sperren geprägten Hinrunde hat der FSV Groß-Zimmern die vergangenen Wochen der Winterpause intensiv genutzt und personell aufgerüstet: Der A-Ligist von der Waldstraße verzeichnet einen neuen Trainer, vier neue Spieler und einen prominenten Abgang. Auch aus anderen Gründen sieht es im Kader der ersten Mannschaft nun wieder wesentlich freundlicher aus - auch mit Blick auf das Derby gegen den SV Viktoria Klein-Zimmern am Sonntag, 1. März.

Nach dem Aufstieg 2014 hatten sich zunächst die Wege von Spielertrainer Manfredo Vendola und des FSV getrennt. Das Engagement eines neuen externen Coachs zerschlug sich, in Milorad Lukic übernahm der bisherige Trainer der zweiten Mannschaft des FSV. „Er ist uns als Trainer teils aber ausgefallen, weil er Knieprobleme hatte“, nannte Harald Herbert, sportlicher Leiter des Fußball-Sportvereins, den Grund, weshalb die Zimmerner in der Winterpause handelten: Sie präsentieren in Steffen Friedrich einen jungen Coach, der auch als Spieler zum Einsatz kommen soll.

Der neue, 26-jährige Spielertrainer war zuletzt bei der SG Sandbach aktiv, coachte dort die in der Gruppenliga kickenden A-Junioren. Er soll nicht nur die Trainingseinheiten leiten, wie er es bereits seit dem kürzlichen Start in die Restsaison tut, sondern auch die Defensive des FSV stärken. Dort fällt künftig eine Stütze weg: Patrick Herbert, Sohn von Harald Herbert und Stammspieler in der Abwehr des A-Ligisten, versucht sich ab sofort zwei Klassen höher. Er wechselte zum Gruppenligisten TSV Lengfeld, will dort noch einmal einen nächsten Schritt in seiner fußballerischen Laufbahn machen.

Während Friedrich also Herbert ersetzt und in seiner Arbeit als Coach Unterstützung vom künftigen Co-Trainer Lukic erhalten soll, vergrößerte der FSV seinen Kader mit weiteren Spielern. Der Zugang, der den größten Qualitätszuwachs verspricht, ist Harun Sarikaya der ebenfalls von der SG Sandbach kommt. Er zählte in der Kreisoberliga Dieburg/Odenwald zu den regelmäßigen Torschützen und dürfte auch den Zimmernern reichlich Treffer bescheren.

Abzuwarten bleibt, inwiefern es die drei weiteren Zugänge des FSV in die erste Elf schaffen werden: Marvin Moos von der TSG 46 Darmstadt ist erst 18 Jahre alt und fürs Mittelfeld gedacht.

Zudem sind die beiden Groß-Umstädter Patrick Rybek und Daniel Lehmeier, die schon seit ein paar Monaten an der Waldstraße mittrainieren, Optionen für die restlichen 13 Begegnungen. In denen können auch Torwart Sven Engel, Mehmet Gencer, Stanislaw Haensch, Alexander Obertshauser und Hassan Zeyrek wieder mitwirken: Sie haben ihre Sperren abgesessen beziehungsweise Verletzungen auskuriert.

Einzig mit dem noch verletzten Selahattin Kaya ist vorerst nicht zu rechnen. „Wir fangen jetzt wieder bei Null an“, sagt Harald Herbert und merkt an, dass neue Besen gut kehrten: Das zeige sich in diesen Tagen besonders an der Trainingsbeteiligung. Draußen seien meist 17 bis 20 Mann da, Friedrich verstehe sich zudem trotz seiner jungen Jahre durchzusetzen. Beim Kick in der Halle mischte der FSV kürzlich mit 24 Spielern mit.

In der Rückserie geht es demnächst darum, den Abstand auf den TSV Richen - er nimmt aktuell den Abstiegsrelegationsplatz ein - auszubauen. Der jetzige Vorsprung des FSV beträgt sieben Zähler. Die erste Aufgabe, das Lokalderby gegen Klein-Zimmern am 1. März, das um den Aufstieg spielt, hat es dabei jedoch in sich.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare