Besser als ihr Ruf: Eier aus Bodenhaltung

+
Landwirt Martin Stark aus Niederursel inmitten von 3.500 Legehennen im Stall.

Frankfurt – Seit dem Dioxin-Skandal sind Eier in aller Munde. Landwirt Martin Stark aus Niederursel kann beruhigt sein: Er baut sein Futtermittel für 11.000 Hühner selbst an und profitiert davon. Die Nachfrage nach seinen Eiern aus Bodenhaltung ist gestiegen. Von Angelika Pöppel

„Die Haltung im Stall ist am Besten“, sagt Landwirt Martin Stark, der seinen Bauernhof bereits in vierter Generation führt. Bei nassem oder frostigem Wetter bleiben Hühner lieber im Warmen. Besonders in diesem harten Winter „können die Hennen nicht draußen rumhüpfen“, sagt der 34-Jährige. Sonst werden sie krank. Deshalb verbringen auch Freilandhühner einige Monate im Jahr im Stall.

Kein großer Unterschied zwischen Boden- und Freilandhaltung

Freilandhennen sind nicht den ganzen Tag draußen, sie müssen aber die Möglichkeit dazu haben. Das ist auch der einzige Unterschied zur Bodenhaltung. Doch „bei den Minustemperaturen in den letzten Monaten geht kein Huhn freiwillig nach draußen“, weiß auch Kerstin Spelthann vom Geflügelwirtschaftsverband. Für die Freiland- und Bodenhaltung gilt: Neun Hennen brauchen gemeinsam einen Quadratmeter Platz. Hühner sind Herdentiere, erklärt Spelthann. Deshalb stehen die Damen, ob auf der Wiese oder im Stall, gerne dicht beieinander.

Laut Experten nehmen Freilandhühner Dioxin durch ständiges Picken aus belasteten Böden auf. Damit sind diese Eier oft höher mit dem krebserregenden Stoff belastet.

Landwirt Stark baut sein eigenes Futtermittel an

Die Eier von Martin Stark kommen aus der Bodenhaltung und sind begehrt. Täglich legen die fedrigen Mitarbeiterinnen rund 10.000 Eier. Diese verkauft der Landwirt bundesweit an Großkunden, auch Supermarktketten. Der Verkauf ist seit dem Dioxin-Skandal gestiegen. Martin Stark kauft die Hennen im Alter von 18 Wochen von einem Geflügelzüchter seines Vertrauens am Riedberg. Durch zertifizierte Tierarztkontrollen fühlt er sich auf der sicheren Seite. Und was in seinem Futtermittel drin ist, weiß er genau. Denn er baut es selbst an. Weizen und Mais, zusammen mit Sojaöl und Sojaschrot verfüttert Stark seit vier Jahren an sein Geflügel. Sein Futtermittel wird von drei Instanzen regelmäßig überprüft.

Eine Henne hat nach zwei Jahren ausgedient. Dann legt sie weniger Eier und landet deshalb im Suppentopf.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare