Kommentar

Beschwerdementalität muss gestoppt werden, sonst ist Frankfurt der Verlierer

Die Zukunft des Bahnhofsviertels entscheidet sich jetzt. Entweder es bleibt ein Stadtteil, über den die New York Times auch noch in zehn Jahren schreibt. Oder es wird ein weiteres zu Tode gentrifiziertes Viertel mit Charmefaktor null. Ein Kommentar von Christian Reinartz

In der Hand hat das die Politik. Und sie würde gut daran tun, diese Verantwortung nicht nur Ordnungsdezernent Markus Frank zu überlassen. Der zieht das streng nach Gesetzbuch durch und macht aus dem Vergnügungs-Quartier ein Langweiler-Viertel. Es müssen sich nur genug Menschen beschweren. Doch genau dieser Beschwerdementalität muss Einhalt geboten werden. Das kann jedoch nur die Politik, indem sie rechtlich sicher stellt, dass das Bahnhofsviertel Bahnhofsviertel bleiben kann – mit Nachtclubs, mit Bars und mit Lärm. Die Väter des Wurfzettels werden jedenfalls nicht aufhören. Wer so offensiv vorgeht, ist bereit, auch das letzte aus dem Gesetzbuch herauszupressen. Solche Leute muss man stoppen. Sonst verliert Frankfurt nicht nur sein spannendstes Viertel, sondern auch eine Marke, die der Stadt internationalem Ruhm eingebracht hat.

Hier geht´s zum Artikel: „Zugezogene beschweren das Bahnhofsviertel kaputt

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