Weinberg-Beschäftigte: Drei Prozent mehr aus der Lohnpulle

Südhessen - Für die Arbeiter in den Weinbergen dürfte diese Nachricht ein Grund zum Anstoßen sein: Die Beschäftigten in den Weinbergen des Rhein-Main-Gebiets bekommen ab sofort mehr Lohn.

Darauf haben sich die Agrargewerkschaft IG BAU und der Land- und Forstwirtschaftliche Arbeitgeberverband Hessens in dieser Woche geeinigt. Rückwirkend zum 1. Juni bekommen die Arbeitnehmer drei Prozent mehr Lohn. "Das gilt auch für die Auszubildenden im Weinbau", sagt Andreas Becker, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Rhein-Main.

Der so genannte Ecklohn im Weinbau betrage damit jetzt 11,05 Euro pro Stunde. "Ein ordentliches Ergebnis, das sich sehen lassen kann", sagt Andreas Becker. Dem Tarifabschluss vorangegangen waren schwierige und langwierige Verhandlungen. "Die Arbeitgeber schoben Absatzschwierigkeiten vor und wollten einen deutlich niedrigeren Abschluss. Das konnte die IG BAU verhindern", so Becker. Der Tarifvertrag gilt für die nächsten zwei Jahre. Zum Juni 2009 ist eine weitere Lohnerhöhung von drei Prozent vereinbart worden.

Was das für die vielen Genießer leckeren Weins aus Südhessen bedeutet ist unklar. Doch vermutlich dürfte der Schoppen langfristig - wie einfach alles derzeit - teurer werden. agk/red

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare