1700 Euro Schaden

Bekloppte sprengen Bücherzelle mit Böllern

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Scherben, Trümmer und eine Menge Unverständnis. Unbekannte haben den öffentlichen Bücherschrank in Jügesheim gesprengt. Die Polizei bestätigt: Wie bei einem ähnlichem Fall in Rödermark wurden wieder Böller eingesetzt.

Rodgau - Bekloppte haben vergangenes Wochenende einen öffentlichen Bücherschrank in Rodgau weggesprengt. Einen ähnlichen Fall gab es bereits in Rödermark. Jetzt steht fest: Es wurden wieder Böller benutzt. Von Axel Grysczyk

Samstag vor einer Woche, kurz nach 23 Uhr, vor dem Rathaus in Jügesheim: Bekloppte haben Böller in einer ehemaligen Telefonzelle platziert, die als Bücherschrank dient. Plötzlich ein ohrenbetäubender Knall, Teile des Bücherschranks fliegen 20 Meter weit. Die blau angemalte Zelle zerfällt in ihre Einzelteile. Polizei-Sprecher Ingbert Zacharias: „Wenn man solche Böller in der freien Natur zündet, machen sie einen großen Knall und das war’s. Wenn sie aber auf kleinem Raum eingepfercht sind, dann sorgen sie für heftige Explosionen.“

Schaden von 1700 Euro

Von dem Bücherschrank bleibt nur ein Trümmerhaufen. Der Schaden liegt bei 1700 Euro. Doch das Vergehen ist keine Bagatelle. Zacharias: „Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion ist nicht ohne und nun wirklich kein Allerweltsdelikt.“

Bereits am 29. Dezember haben Unbekannte ebenfalls mit Böllern den öffentlichen Bücherschrank der Initiative „Wir sind Breidert“ im benachbarten Rödermark in seine Einzelteile zerlegt. Erst am vergangenen Wochenende hat die Initiative in Bochum eine Ersatzzelle abgeholt und will sie nun wieder aufstellen. Zacharias: „Nach unseren Ermittlungen gibt es keinen Zusammenhang zwischen beiden Sprengungen. Aufgrund der Spurenlage gehen wir von unterschiedlichen Tätern aus.“

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