Das Auf und Ab beim Trinkgeld

Offizielle Richtlinien für Trinkgelder gibt es nicht. Selbst der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) überlässt die Höhe ganz dem Wohlwollen der Kunden.

Und der richtet sich in der Regel nach dem eingebürgerten Leitspruch, dass bei guter Bewirtung fünf bis zehn Prozent des Gesamtbetrages als Trinkgeld gegeben werden. Zumindest in der Gastronomie."Insgesamt ist es in den letzten Jahren weniger geworden", hat Franklin gemerkt. Der 24-Jährige kellnert schon seit acht Jahren, derzeit im Dietzenbacher Galao. Zehn Prozent Trinkgeld geben immer weniger Gäste. Er ist aber auch der Meinung, dass neben dem guten Service auch der Sympathiefaktor eine große Rolle spielt. Denn wenn beides stimmt, dann klappt es auch mit Trinkgeld."Ein Trinkgeld ist auch bei uns üblich", sagt Harry Schweitzer, Taxifahrer aus Offenbach. Meist werde auf den nächsten vollen Euro-Betrag aufgerundet, weiß er aus Erfahrung. Es gebe aber auch Fahrgäste, die großzügiger seinen. Schweitzer hat in den vergangenen Jahren aber auch beobachtet, dass die Höhe des Trinkgeldes auch sehr vom gesamtwirtschaftlichen Umfeld abhängt. "Das ist wie ein Barometer", berichtet er. Gibt es negative Wirtschaftsberichte, wird es auch mit dem Trinkgeld weniger. "Es gibt aber auch kulturelle Unterschiede", erzählt der Taxifahrer. So kennen viele Japaner gar nicht die Praxis des Trinkgeldgebens. "Es sei denn, ihnen hat das jemand vorher erklärt. Dann geben sie gerne," so Schweitzer. 

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