Geld für Langzeitarbeitslose veruntreut

Hochtaunus-Beamtin zu Haftstrafe verurteilt

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Die Angeklagte betrog den Kreis Hochtaunus um ca. eine halbe Million Euro.

Frankfurt/Bad Homburg - Weil sie in großem Umfang Fördermittel für Langzeitarbeitslose veruntreut hat, muss eine ehemalige Sachbearbeiterin des Hochtaunus-Kreises vier Jahre und drei Monate in Haft.

Das Landgericht Frankfurt ging im Urteil am Donnerstag von einem Gesamtbetrag von rund 430 000 Euro aus, um den die Angeklagte den Kreis geschädigt hatte. Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme hatte die Mitarbeiterin Förderanträge über fiktive Personen gestellt. Die Mittel wurden daraufhin auf Konten ausgezahlt, die die 50-Jährige zuvor auf den Namen von eigens gegründeten Scheinfirmen eingerichtet hatte.

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In einem ersten Prozess war die Frau im April 2012 noch zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof stellte in der Revision jedoch Rechtsfehler fest und hob das Urteil auf. In der neuen Entscheidung wurde ein Teil der ursprünglich 400 Einzelvorwürfe fallen gelassen und die Strafe entsprechend gemildert.

dpa

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