An Honsell-Dreieck und Hanauer Landstraße

Große Bau-Pläne rund um EZB in Frankfurt 

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Frankfurt – Das Stadtplanungsamt hat neue Pläne für die Hanauer Landstraße vorgestellt: Ein 60 Meter hohes Gebäude und eine Ost-West-Durchwegung zur Europäischen Zentralbank sollen entstehen. 

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Anlässlich der vorgeschriebenen frühzeitigen Bürgerbeteiligung stellten zwei Vertreter des Stadtplanungsamtes in der vergangenen Woche die Bebauungspläne (BBP) 799 Ä und 900 im Ortsbeirat vier vor. Der Plan 799 Ä betrifft das Honsell-Dreieck zwischen Hanauer Landstraße, Honsellstraße, Eyssenstraße und Eytelweinstraße, der Plan 900 das Gelände von den Bahngleisen, die Hanauer Landstraße, Osthafenplatz und Duisburger Werft. „Bei der Änderungsplanung wollen wir für das Honsell-Dreieck eine Mischnutzung erreichen“, erläuterte Carolin Gahl vom Stadtplanungsamt. „An der Hanauer Landstraße wird dort ein 60 Meter hohes Gebäude entstehen. Es ist auch eine Ost-West-Durchwegung zur Europäischen Zentralbank vorgesehen.“

Mit der Fortschreibung des Plans 799 aus 2011 ist eine Mischung aus Büro- und Wohnbebauung geplant, weil die Lage gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden sei. Da entlang der einen Seite Bahngleise verlaufen, sind bei der Gestaltung der Baukörper passive Schallschutzmaßnahmen zu berücksichtigen. Der Plan 799 Ä wird im Juni/Juli 2015 offengelegt. Ein Satzungsbeschluss ist für Mai 2016 und das Inkrafttreten für Juni 2016 vorgesehen. Der BBP 900 ist ein neuer Plan, der ein rund zwölf Hektar großes Areal betrifft. Dort gibt es bereits Bebauung, die nach Paragraph 34 des Baugesetzes entstand.

Wohnen und Gewerbe sind geplant

Vor Ort sollen Wohnen und Gewerbe möglich sein, zudem Passagen und städtische Plätze entstehen. In innenliegenden, ungenutzten Gewerbeflächen sind Wohnungen geplant. „Wir haben auch eine soziale Infrastruktur mit Kindergärten und eine Durchgrünung vorgesehen“, erklärte Michael Holthaus vom Stadtplanungsamt. Die Offenlegung erfolgt im April 2016, der Satzungsbeschluss im Februar 2017. Die Vorstellung der Pläne löste eine lebhafte Diskussion aus. Es kamen Fragen nach dem Anteil des sozialen Wohnungsbaus auf, da 30 Prozent nach einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vorgeschrieben seien. Auch die Bebauungshöhe war Thema. Der Anteil des sozialen Wohnungsbaus könne nicht im Bebauungsplan festgesetzt werden. Das sei nur in den Verträgen mit den Investoren möglich und da gebe es eine Zumutbarkeitsgrenze, erläuterte Holthaus. Zur Gebäudehöhe erklärte Carolin Gahl, seien nur an der Hanauer Landstraße und auf der Molenspitze 60 Meter hohe Häuser vorgesehen. Die anderen Gebäude sollten maximal sieben bis acht Stockwerke haben und sich an den bestehen Bauten orientieren. Die historische Pferdetränke von 1912, nach deren Schicksal ebenfalls gefragt wurde, wird im Zuge der Osthafenplatz-Neugestaltung saniert.

ms

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