Chaos auf den Straßen bleibt aber aus

Bahnstreik trifft Reisende und Pendler in Hessen

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Region Rhein-Main - Der Lokführerstreik bei der Deutschen Bahn hat den Verkehr in Hessen am Dienstagmorgen beeinträchtigt. Viele Reisende und Pendler wichen auf das Auto aus. Zu dem befürchteten Chaos auf den Straßen kam es jedoch nicht.

Die Lokführergewerkschaft GDL hatte den Ausstand am Morgen um 2 Uhr vom Güterverkehr auf den Fernverkehr ausgeweitet, in dem nur etwa ein Drittel der Züge fahren sollte.

Der Ersatzfahrplan gelte wie angekündigt und sei "stabil angelaufen", sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Dienstagmorgen in Frankfurt. Im Nahverkehr waren in Hessen bis zu 60 Prozent der sonst üblichen Züge unterwegs. Denn dort gibt es deutlich mehr verbeamtete Lokführer, die nicht streiken dürfen, als in Ostdeutschland. Auf verschiedenen Strecken wie etwa Frankfurt-Limburg oder Frankfurt-Treysa-Dillenburg würden die Züge wie gewöhnlich fahren und an zusätzlichen Bahnhöfen halten, sagte die Sprecherin.

Tarifkonflikt dauert schon zehn Monate

Der Streik wirke sich auch auf den S-Bahn-Verkehr im Rhein-Main-Gebiet aus, teilte der Rhein-Main-Verkehrsverbund RMV auf seiner Internetseite mit. Zwei Linien entfallen demnach, die übrigen Verbindungen werden nur im Ein-Stunden-Takt bedient.

Zum Teil verlagerte sich der Reise- und Berufsverkehr auf die Straße. Hessen Mobil verzeichnete generell mehr Verkehr. Es gebe aber nicht erheblich mehr Störungen. "Es läuft ein bisschen schwieriger", sagte ein Sprecher.

Hintergrund der Arbeitsniederlegungen ist der seit inzwischen zehn Monaten andauernde Tarifkonflikt der Bahn mit den Gewerkschaften. dpa

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