Bisher gab es nur Verwarnungen

Bahnhof Eppstein: Stadt will scharf gegen Parksünder vorgehen

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In der Regel wird bei Parksündern schnell das Knöllchen gezückt. In Eppstein gab´s erstmal eine Vorwarnung

Eppstein – Es muss nicht immer gleich das Knöllchen sein. Eine Warnung kann auch die gewünschte Wirkung erzielen. Parksünder am Eppsteiner Bahnhof wurden mit blauen Briefen vor echten Strafen gewarnt. Von Dirk Beutel 

Autofahrer in Eppstein warten schon lange darauf: Seit wenigen Tagen kann am Vorplatz des Stadtbahnhofes der Burgstadt offiziell und ohne Baustellenverkehr geparkt werden. Dort sind knapp 30 Parkplätze entstanden.

Nach Angaben der Stadt wurde die Parkdauer bewusst auf zwei Stunden beschränkt. „Es sind Parkplätze, die den Nutzern des Empfangsgebäudes zur Verfügung stehen und für Einkäufe in der Altstadt genutzt werden sollen“, sagt Bürgermeister Alexander Simon.

Die Parkplätze für die Bahnreisenden sollen im nächsten Jahr auf der gegenüber liegenden Seite entstehen.

Derzeit sind die Parkplätze nur provisorisch angelegt. Doch trotz aller Freude der Autofahrer, hat die Stadt in den vergangenen Tagen festgestellt, dass verschiedene Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung auf dem Parkareal vorgekommen sind.

Etliche Autofahrer biegen in Gegenverkehr ein

Der Bahnhofsvorplatz kann U-förmig umfahren werden. Und dass es sich dort um eine Einbahnstraße handelt, zeigen Verkehrsschilder eindeutig, was aber etliche Verkehrsteilnehmer nicht daran hindert, in den Gegenverkehr einzubiegen.

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Auch mit der Parkzeitbeschränkung werde es nicht allzu ernst genommen, sagt Simon. Die Stadt Eppstein reagierte darauf und hat sogenannte blauen Briefe als Vorwarnung an die Scheiben der Parksünder geheftet. Diese werden nach Auskunft der Verwaltung bis Ende dieser Woche an die Autofahrer verteilt, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten. Und das sind scheinbar vor allem Pendler. „Der Parkplatz mit begrenzter Parkzeit soll hauptsächlich den Besuchern der Wunderbar oder des Bürgerbüros oder denjenigen, die kurz in der Altstadt etwas erledigen möchten, vorbehalten sein“, sagt Stadt-Sprecherin Monika Rohde-Reit. Dabei steht für die Pendler der zurzeit noch unbefestigte kostenfreie Parkplatz im hinteren Teil des Bahnhofs zur Verfügung. Doch der Ort musste den Parkern wohl erst wieder ins Gedächtnis gerufen werden. Falls sich dann die Situation in den nächsten Tagen nicht bessere, werde künftig „scharf kontrolliert“, heißt es aus dem Rathaus.

Allen Anschein nach hat der Warnschuss seine Wirkung nicht verfehlt. „Tatsächlich sind die Autofahrer offenbar dadurch aufmerksamer geworden“, saqt Rohde-Reit. Je nach Tatbestand wäre auf die Parksünder ein Bußgeld zwischen zehn und 30 Euro zugekommen. Doch auch wenn sich die Situation mittlerweile wieder entspannt hat, bleibt man in der Verwaltung wachsam: „Wir behalten die Situation weiterhin im Auge“, sagt Rohde-Reit.

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