Badeshorts-Verbot: In der Schweiz gefordert, hier belächelt

Sämtliche Shorts wollen die Schweizer verbieten und nur noch das klassische, eng anliegende Modell erlauben. Als Grund geben sie die mangelnde Hygiene der Hosen an. Immer längere Modelle haben immer größere Taschen, in denen die Badegäste Taschentücher oder sonstigen Unrat mit sich rumtragen.

Den müssten die Mitarbeiter dann aus der Filteranlage fischen.

"Mit sowas kommt eine normale Filteranlage klar", sagt Stefan Becker, Schwimmmeister im Freibad Langen. Dabei gäbe es bei den verschiedenen Bermuda-Hosen Modelle, die mehr oder weniger fürs Wasser geeignet sind. Verboten werden sie aber nicht.Die Badegäste dürfen sogar, wenn die Sonne kräftig scheint, mit T-Shirts in Wasser, wenn sie denn "augenscheinlich sauber sind". Ist das Shirt dreckig, "schicken wir die Leute auch mal zurück auf die Wiese", sagt Becker. Abgeschnittene Hosen und Jeans sind jedoch in Langen tabu.

Die Schweizer führen noch ein weiteres Ekel-Argument ins Feld. Immer mehr Schwimmbadbesucher lassen einfach ihre Unterhose an und hüpfen damit ins Wasser. Und: Bis zu zehn Prozent des Frischwassers aus den Becken würde von den Shorts-Trägern nach draußen befördert. Das sei auch ein Kostenfaktor.Stefan Becker kann das nicht nachvollziehen. "Wenn man allein die Verdunstung nimmt, dürfte das schon mehr sein. Und wenn die Jungs vom Einer eine Arschbombe springen, fliegt auch eine Menge Spritzwasser."  fg

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