Badesee statt Karibik

Der Nachwuchs der Familie Degosus (rechts) rümpft bei dem Gedanken an einen Fernseh-Nachmittag die Nase. Stattdessen geht es mit Kind und Kegel an den Mainflinger Badesee.

Hier treffen die Geschwister Selina, Lara, Luke und Marlon ihre Freunde, springen ständig ins Wasser und sind auch von dem großen Trampolin auf dem See begeistert. Die Eltern Tanja und Jörg bleiben lieber an Land und relaxen in der Sonne. "Zu Hause ist es immer langweilig", zitiert Papa Jörg seine Kinder und fügt schmunzelnd den eigentlichen Vorteil des Sees hinzu: "Hier haben wir Eltern unsere Ruhe." Die ruhige Seite des Badesees suchen Anja Schmidt aus Hanau, Lisa Höller und Mirjam Sprey aus Seligenstadt (oben). Anja und Lisa büffeln am See für ihr Krankenpflege-Examen. Nach einer anstrengenden Woche  bietet der See Abwechselung: "Raus an die Luft, statt in der Bude zu hocken", sagen die Mädchen. Die Hanauerin Anja ist das erste Mal dort. Sie ist begeistert: "Hier ist es anders als im Schwimmbad, nicht so vollgestopft und gemütlicher. Wichtig ist, bei diesem Wetter viel Wasser dabei zu trinken." Am Mainhausener Königsee gibt´s andere Getränke. Die Dieburger Arbeitskollegen Gazmend Gjenaj, Tibor Katzenmayer und Hischam Ahmed (kleines Bild) versorgen sich am Kiosk des Badesees mit einem Bier oder Radler. Am "besten See in der Umgebung" verbringen die jungen Männer gerne ihre Zeit. "Hier können wir entspannen, schwimmen, und in der Sonne sitzen", sagt Gazmend. "Vielleicht bringe ich das nächste Mal meine Wasserpfeife mit", meint Hischam.   Ein Pfeifchen am See raucht auch der 66-jährige Gerhard Keller (unten) gerne. Der Aschaffenburger kommt seit 30 Jahren an den Königsee. Für ihn ist die Mischung aus Schwimmen und Entspannen wichtig. "Abschalten und ein bisschen bewegen", sagt er. Wenn er alleine kommt, nimmt er ein Buch mit. Oft ist er aber auch mit Familie und Freunden am See. Immer dabei: seine Pfeife.

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