Vater unter Mordverdacht

Bluttat in Bad Homburg - Stadt nimmt Stellung

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In diesem Mehrfamilienhaus wurde die Leiche eines 16-jährigen Mädchens gefunden.

Bad Homburg - Nach der bundesweiten Fahndung nach dem Vater aus Bad Homburg, der womöglich seine Tochter getötet hat, stellte sich der 40-Jährige am Montagabend der Polizei.

Nach dem gewaltsamen Tod einer 16-Jährigen in Bad Homburg ist der unter Tatverdacht stehende Vater in Haft. Das sagte ein Polizeisprecher heute morgen. Das Mädchen sei offensichtlich verblutet, berichtete Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu nach der Obduktion. Ein Stich sei der 16-Jährigen von hinten in die Lunge zugefügt worden, alle anderen von vorne - darunter mehrere in den Hals. Zu einem möglichen Motiv machten die Ermittler keine Angaben.

Der Fall hat auch bei der Stadt Bad Homburg tiefe Betroffenheit ausgelöst: „Unser Mitgefühl gilt der Familie“, sagt Bürgermeister Karl Heinz Krug.

Der 40-Jährige habe sich am Dienstagabend stellen wollen und sei betrunken und übernächtigt vor der Dienststelle in Bad Homburg festgenommen worden, berichtete die Staatsanwaltschaft. Ein Richter erließ am Mittwochnachmittag Haftbefehl, wie die Polizei berichtete. Der 40-Jährige wird verdächtigt, seine Tochter getötet zu haben. 

Das Mädchen war am Montagabend tot im Haus ihres 40-jährigen Vaters gefunden worden. Die Leiche lag im Keller des Mehrfamilienhauses in der Brandenburger Straße, versteckt unter Kartons. Die Ermittler zählten 40 Stichverletzungen. Die 16-Jährige mehreren Tagen nicht mehr lebend gesehen worden. Der Vater hatte vermutlich seiner getrennt lebenden Frau telefonisch von dem Tod der Tochter erzählt. Die 16-Jährige und ihre 11-jährige Schwester lebten beim Vater. Die Mutter wohnt in einem Frauenhaus.

dpa

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