Azubis dringend gesucht: Noch 440 Stellen unbesetzt

Region Rheinmain - Von wegen Lehrstellenmangel. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach meldet noch 440 offene Ausbildungsplätze in ihrem Bezirk. Und das, obwohl das Ausbildungsjahr bereits am 1. September begonnen hat. Oft finden Betriebe keine oder zu wenige geeignete Bewerber.

Mit einer Ausbildungsbörse in Offenbach geht die IHK kommende Woche in die Offensive, um die Stellen noch zu besetzen. Auch in Darmstadt findet eine Ausbildungsmesse statt.

Allein bei der Arbeitsagentur Offenbach - zuständig für Offenbach, Rodgau und Seligenstadt - sind noch knapp 400 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz gemeldet. An sie und alle anderen Suchenden wendet sich die Offenbacher Ausbildungsbörse von IHK, Arbeitsagentur und Handwerkskammer, die am Dienstag, 23. September, um 9 Uhr im Großen Saal der IHK Offenbach, Frankfurter Straße 90, beginnt. Stolz verweist die IHK-Hauptgeschäftsführerin Eva Dude darauf, dass erneut 7,4 Prozent mehr Ausbildungsverträge als im Vorjahr abgeschlossen wurden. 245 neue Plätze in 175 erstmals auszubildenden Betrieben wurden hinzu gewonnen. Aber 440 Lehrstellen sind noch unbesetzt. "Natürlich wollen wir für diese Stellen geeignete Bewerber vermitteln", sagt Dude. Für eine Bewerbung sei es noch nicht zu spät. "Einige bereits besetzte Ausbildungsplätze sind auch wieder frei geworden, weil jemand abgesprungen ist", ergänzt Friedrich Rixecker, Geschäftsführer für Aus- und Weiterbildung. Dringend gesucht werden Industriemechaniker, Fachinformatiker, Industrie- und Bürokaufleute sowie Kaufleute im Einzelhandel. Bei den Banken seien allerdings alle Ausbildungsplätze vergeben.

Einige freie Lehrstellen hat die IHK auch noch im Landkreis Darmstadt-Dieburg, auch wenn dort bereits der Fokus auf dem kommenden Ausbildungsjahr liegt. Vom Donnerstag, 25., bis Samstag, 27. September, findet auf dem Karolinenplatz in Darmstadt die Ausbildungsmesse von IHK und Handwerkskammer statt. Unter dem Motto "Berufe zum Anfassen" präsentieren sich mehr als 50 Unternehmen, Hochschulen, Institutionen und Innungen. Darunter sind die BASF, die Spedition Schenker und die Techniker Krankenkasse. Zahlreiche Mitmach-Aktionen der Handwerks-Innungen geben den Jugendlichen die Möglichkeit, ihre praktischen Fähigkeiten zu erproben.

Dabei stehen die Firmen durchaus im Wettbewerb. "Die einzelnen Unternehmen bekommen immer weniger Bewerbungen aus denen sie für sich die Besten heraussuchen können", sagt Torsten Heinzmann, Teamleiter Ausbildung bei der IHK Darmstadt. Das liegt zum einem an der gestiegenen Zahl an Ausbildungsplätzen als auch an weniger Jugendlichen. nkö

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