Auf die Windschutzscheibe gespuckt

Autofahrer verprügelt Radler: Fünfjähriger Sohn schaut zu

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Frankfurt - Weil ein Radler einem Autofahrer auf der Berger Straße in Frankfurt auf die Windschutzscheibe gespuckt hatte, verfolgte dieser den Radler und verprügelte ihn vor den Augen seines fünfjährigen Sohnes. Dafür gab es nun eine Geldstrafe.

Weil er einen Fahrradfahrer vor den Augen von dessen fünfjährigem Sohn erheblich misshandelt hat, muss ein Autofahrer 1200 Euro Geldstrafe (120 Tagessätze) zahlen. Das Landgericht Frankfurt erließ am Montag ein entsprechendes Urteil und milderte die ursprünglich gegen den Verkehrsrowdy verhängte Bewährungsstrafe. Bei noch nicht vorbestraften Angeklagten sei die Verhängung einer kurzen Freiheitsstrafe nicht üblich, hieß es im Urteil.

Der Radfahrer mit dem Sohn auf dem Kindersitz hatte sich in einer engen Straße in Frankfurt-Bornheim über den offenbar zu schnell fahrenden Autofahrer geärgert und diesem deshalb auf die Windschutzscheibe gespuckt. Daraufhin verließ dieser den Wagen und packte den Radler nach kurzer Verfolgung. Der weinende Junge musste daraufhin mitansehen, wie der Vater zusammengeschlagen und -getreten wurde. Der Vorsitzende Richter bezeichnete die Tat als "absolute Sauerei". Das vorausgegangene Spucken sei "auf gar keinen Fall eine Rechtfertigung für diese absolute Überreaktion". In erster Instanz war der Verkehrsrüpel noch zu sechs Monaten Bewährungsstrafe verurteilt worden.

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