Hessenweite Studie

ACE testet Parkhäuser: Dietzenbach an der Spitze

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Passt die Parkplatzbreite? Günter Knoll (vorne) vom ACE-Regionalvorstand misst den Abstand im Seligenstädter Altstadt-Parkdeck.

Dietzenbach – Moderne Autos werden immer breiter. Auch die Parkplatzflächen in Parkhäusern? Als Teil einer hessenweiten Studie hat der Auto Club Europa (ACE) fünf Parkhäuser im Kreis Offenbach auf ihre Kundenfreundlichkeit, Sicherheit und Bauausführung getestet. Von Dirk Beutel

Die Bauweise ist optimal, es gibt hohe Decken, einen Sicherheitsdienst und Behinderten-, Frauen- und Mutter-Kind-Parkplätze sind gut platziert. Uwe Völker, ACE-Regionalbeauftragter: „Das haben wir selten so gesehen.“

Diese Kriterien haben den Ausschlag für das Parkhaus im Dietzenbacher Rathaus-Center gegeben. Insgesamt erreichte der Bau 101 von 150 möglichen Punkten. Nach dem Wertesystem des ACE bedeutet dies das Prädikat „gut“. Damit ist das Parkhaus Sieger eines regionalen Tests im Kreis Offenbach. Geprüft wurde ebenfalls die Situation im Isenburg-Zentrum, in der Rodgau-Passage in Jügesheim, in der Kulturhalle Rödermark und das Parkdeck in der Seligenstädter Altstadt.

Autos sind breiter geworden, Parkplätze nicht

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Das Hauptproblem: Moderne Autos sind im Laufe der Zeit immer mehr in die Breite gegangen. Deshalb fordert der ACE eine Parkplatzbreite von mindestens 2,50 Meter.

Das 1981 gebaute Parkhaus in Neu-Isenburg erreichte die Note drei. Die Wegweisung könnte zwar besser sein, dafür sind die Ebenen farblich unterteilt und die Parkplätze nummeriert. Weiterer Minuspunkt: Viele störende Pfeiler. Anders in der Rodgau-Passage. Zwar ist die Einfahrt etwas zu schmal und es scheint zu dunkel, trotzdem hat das Gebäude mit 93 Punkten die Note „gut“ bekommen.

Parkhaus der Kulturhalle Rödermark schneidet am schlechtesten ab

Kritikpunkte in Seligenstadt: Die Parkplatz-Begrenzungen im Erdgeschoss sind schlecht zu erkennen und die Wegweisung für nicht Ortsansässige könnte besser sein. Dafür gibt es keine behindernde Säulen und die Parkplatzanzahl ist ausreichend. Resultat: 90 Punkte, ebenfalls „gut“.

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Am Ende des Rankings findet sich das Parkhaus der Kulturhalle in Rödermark. Nur 69 Punkte gab´s. Das bedeutet befriedigend. Es gibt dort keine Behindertenparkplätze, nur vor der Halle selbst. Ebenso fanden die Prüfer keine Frauen- oder Mutter-Kind-Parkplätze und die Notausgangsbeleuchtung war ausgeschaltet. Zudem weisen die Parkplätze nur eine Breite von 2,30 Meter auf. Dabei ist das entscheidend. Zum Vergleich: Ein VW Golf ist seit den 70er Jahren um 17 Zentimeter in die Breite gegangen. Völker: „Was bringt es mir, wenn ich mein Auto gut einparken kann, aber meine Türen nicht aufbekomme?“

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