Ausgesummt: Bienen haben ihre süße Arbeit erledigt

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Wilhelm Amberg mit seiner Imkerpfeife im Mund und einer Wabe voller Bienen.

Friedrichsdorf – Dem sonnigen Wetter im Frühjahr sei dank. Die Imker im Taunus können auf eine sehr gute Saison zurückblicken. Von Norman Körtge

„In diesem Jahr hat alles etwa zehn Tage früher geblüht als normal“, berichtet Wilhelm Amberg, Vorsitzender des Bienenzuchtvereins Obertaunus. Den Anfang habe am 12. März die Salweide gemacht, am 8. April blühten die Kirschen und mit der Blüte der Silberlinde am 5. Juli sei die Pollenernte zu Ende gegangen.

Fein säuberlich hat der 73-Jährige aus Friedrichsdorf all das in einem Buch notiert. Seine etwa 250.000 Bienen, verteilt auf sechs Völker in seinem Garten hinterm Haus, haben ihm in diesem Jahr die Grundlage für etwa 200 Kilogramm Honig beschert.

Dass könnte auch ein Grund dafür sein, dass sich immer mehr Menschen für das süße Hobby von Amberg interessieren und selbst imkern wollen. Die Mitgliederzahlen sprechen für sich. Gehörten dem Verein 2002 etwa 60 Mitglieder an, hat sich die Zahl auf jetzt 110 fast verdoppelt.

Neben dem Produzieren des Brotaufstrichs würden aber auch immer mehr Menschen erkennen, dass die Biene ein wertvolles Nutztier ist. „Auf Rinder könnten wir verzichten. Die Biene ist unersetzlich“, meint Amberg und hebt damit die Bestäubungsleistung seiner schwarz-gelb gestreiften Tiere für die Natur hervor. Das war für Amberger der Grund, warum er mit dem Imkern anfing: „Der Ertrag von meinem Obstbäume im Garten war sehr gering.“ Seit die Bienen da sind, sei die Ernte viel größer.

Dass man vor Bienen keine Angst haben muss, beweist der Friedrichsdorfer, in dem er vorsichtig, aber ohne Schutz, die Bienenkästen öffnet und einzelne Waben herausholt. „Die in Deutschland meist zu findende Kärntner Biene ist eine ganz sanftmütige“, weiß er.

Wer Lust aufs Imkern hat, kann sich unter www.taunusimker.de informieren.

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