Auch im Kreis Offenbach

Reisender Verbrecher soll über 100 Einbrüche verübt haben

Kreis Offenbach - So richtig dick könnte es bald für einen 47-jährigen Mann kommen, der seit November in Untersuchungshaft sitzt. Der wohnsitzlose Rumäne steht im dringenden Tatverdacht seit 2010 bundesweit mehr als einhundert Einbrüche verübt zu haben. Viele davon auch im Kreis Offenbach. 

In etwa zwei Dutzend Fälle aus dem Main-Kinzig- und dem Kreis Offenbach deuten Spuren an den Tatorten auf den Mann hin. Auffällig war in einigen der ihm bereits zugeordneten Fälle, dass der Täter ein recht ordentliches vorging. So wurden etwa die an den Tatorten gefundenen Portemonnaies nach Entnahme des Geldes wieder so zurückgelegt, dass der Diebstahl für den Eigentümer nicht oder nur schwer zu erkennen war. 

Neben dem östlichen Rhein-Main-Gebiet hatte der Verdächtige offenbar die Gegend um Hünfeld in Osthessen sowie den Bodenseeraum als Bereich für sein kriminelles Treiben auserkoren; allein im südwestlichen Teil der Republik werden ihm mehr als fünfzig Taten angelastet. Zum Verhängnis wurde dem 47-Jährigen allerdings ein Ausflug in den Westerwald. Als dort mehrere Einbrüche in Garten- und Wochenendhäuser gemeldet wurden, geriet der Mann ins Visier der Ermittler, die sogleich seine Spur aufnahmen. 

Ein spezieller Personensuchhund der Polizei führte die Beamten schlussendlich zu einem unbewohnten Wochenendhäuschen, in dem sich der Gesuchte bereits einen provisorischen Unterschlupf eingerichtet hatte. Die für die Taten im hiesigen Bereich zuständige Polizei in Hanau prüft derzeit, ob es noch weitere Einbrüche gibt, die dem Festgenommenen angelastet werden könnten.

red

Rubriklistenbild: © dpa

Mehr zum Thema

Kommentare