Gegen Müll und Lärm

Nordend: Marc Henklein kämpft für den Freitagsmarkt

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Marc Henklein kämpft für den Friedberger Markt am Freitag.

Frankfurt – Marc Henklein kämpft dafür, dass der Friedberger Markt wieder auf einen Freitag verschoben wird und dass sich weiter dort Menschen treffen können – allerdings ohne den Platz achtlos vollzumüllen (der EXTRA TIPP berichtete). Von Dirk Beutel

Ruhestörung, wildes Pinkeln und jede Menge Müll auf dem Friedberger Platz: Das ist die Bilanz, die die genervten Anwohner ziehen, wenn man sie auf die Freitagspartys anspricht, die im Anschluss an den Wochenmarkt Heerscharen von jungen Menschen anlockten. Vor allem bei gutem Wetter wurden zu Bestzeiten nahezu 2000 Menschen gezählt.

Initiative "Retter vom Markt" ins Leben gerufen

Bis es den Anwohnern schließlich zu bunt wurde und sie eine Initiative („Retter vom Markt“) ins Leben riefen, um den Müllbergen Herr zu werden. Einer der Gründer der Aktionsgruppe ist Marc Henklein. Zu Anfang zog der 28-Jährige und seine Mitstreiter noch los und verteilte Mülltüten unter dem feiernden Volk. „Aber wegen der Masse kamen wir nicht mehr an die Menschen heran. Was für den Moment funktioniert hat, war wenig später wieder bedeutungslos. Da wurde uns klar, dass es ohne Politik nicht geht“, sagt Henklein.

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Mittlerweile ist schon die zweite Runde der Verhandlungen der etwa 40 Beteiligten vorbei. Weil Henklein aber zurzeit stark in seine Arbeit als Softwareentwickler eingespannt ist, konnte der Frankfurter diesmal nicht dabei sein. Er verspricht: „Ich arbeite noch die ganzen besprochenen Punkte auf.“

Bilder vom Müll auf dem Friedberger Platz

FOTOS

Trotz seiner wenigen Zeit bleibt Henklein der Initiative und ihrer Ziele weiter treu. Auch wenn der harte Kern nur um die sechs Leute zählt, weiß Henklein nämlich, dass er für eine repräsentative Gruppe kämpft, die sich für den Markt am Freitag, aber gegen die Vermüllung ausspricht. Das belegen eine Unterschriftenliste mit 700 Namen und über 980 Sympathisanten auf Facebook.

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