Hessischer Staatssekretär Jo Dreiseitel:

Sieg von Conchita Wurst ist ein starkes Statement

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Conchita Wurst

Region Rhein-Main - Der Staatssekretär und Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, Jo Dreiseitel, nannte den Sieg des Travestiekünstlers Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest  ein „starkes Statement  gegen Diskriminierung“.

Der Sieg zeige, dass Europa auf dem Weg für Toleranz und Respekt schon „sehr weit“ gekommen sei.

„Das deckt sich mit den Zielen der Hessischen Landesregierung. Mit meiner Benennung zum Bevollmächtigten für Integration und Antidiskriminierung, hat Hessen einen deutlichen Schwerpunkt auf diese Aufgabe gelegt. Die Hessische Landesregierung wird sich für eine tolerante Gesellschaft, die von Vielfalt und Offenheit geprägt ist, mit aller Kraft und aus großer Überzeugung einsetzen“, betonte Dreiseitel am Montag nach dem Wettbewerb.

Kein Platz für Diskriminierung

Denn Vielfalt sei ein Gewinn für das Bundesland, sie bringe aber auch Herausforderungen mit sich, auf die Antworten gegeben werden müssen. Dreiseitel betonte, dass die Hessische Landesregierung der bundesweiten Koalition gegen Diskriminierung beigetreten sei. „Der Schutz der Bürgerinnen und Bürger und die Sicherung der Grundrechte unserer Demokratie sind oberstes Gebot. Jedwede Art von Diskriminierung und Rassismus dürfen in Hessen keinen Platz finden. Es braucht hierzu auch ein starkes zivilgesellschaftliches Bewusstsein, Engagement und staatliches Handeln.“

„Diskriminierung und Rassismus werden wir in Hessen entschieden entgegentreten und die Anstrengungen der Landesregierung in einer Antidiskriminierungsstrategie bündeln. Dafür wird eine Anlaufstelle eingerichtet, die sich für jede Art der Diskriminierung und um unbürokratische und schnelle Hilfe für betroffene Personen kümmern soll.“

Mutige Künstlerin

Benachteiligungen kämen leider immer noch in allen Lebensbereichen vor wie bspw. bezogen auf persönliche Merkmale wie ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexuelle Identität. „Deshalb freue ich mich über so mutige Künstler und Menschen wie Conchita Wurst, weil sie dazu beitragen, dass Vielfalt gelebt werden kann und durch den Sieg beim Eurovision Song Contest eine so große Anerkennung findet. Ich wünsche mir, dass es irgendwann kein „anders“, sondern ein selbstverständliches Miteinander geben wird“, so der Staatssekretär und Bevollmächtigte abschließend.

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