Angst vor neuem Winterchaos

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Der nächste Winter kommt bestimmt: Die Menschen in der Region decken sich deshalb schon jetzt mit Streusalz und Schneeschiebern ein.

Region Rhein-Main – Den Winter der beiden vergangenen Jahre haben scheinbar noch viele Menschen in der Region im Gedächtnis behalten. Schon jetzt verzeichnen die hiesigen Baumärkte reißenden Absatz bei Schneeschiebern und Streusalz. Von Dirk Beutel

Der Sommer ist noch gar nicht lange vorbei, trotzdem haben die Baumärkte bereits ihre Regale mit Streusalz gefüllt. Auch Schneeschieber sind schon jetzt palettenweise zu haben. Der Grund: Die Angst vor einem neuen Schneechaos greift schon jetzt um sich. „Wir haben bei beiden Artikeln sogar schon einmal komplett nachbestellen müssen“, sagt Karin Katzenmeier, Mitarbeiterin bei Thomas Philipps in Roßdorf.

Ähnlich ungewöhnliches Kaufverhalten beim Globus-Baumarkt in Dietzenbach: Schon jetzt gingen dort über 200 Schneeschieber über die Ladentheke. „Wir erkennen eine klare Tendenz, dass sich die Leute auffallend früh auf einen neuen harten Winter einstellen“, erklärt der stellvertretende Marktleiter Karlheinz Grün. Im Offenbacher Praktiker wurden Schneeschieber und Streusalz sogar schon im Juli verkauft, mitten im Hochsommer. Auch bei Hornbach in Frankfurt steuern die Kunden direkt auf die Winterartikel zu: „Bevor alles wieder vergriffen ist, decken sich viele jetzt schon ein“, bestätigt ein Mitarbeiter. Nicht nur das: Auch Brennmittel, wie etwa Holzbriketts oder Holzscheide sind bei den Kunden gefragt.

Auf Panikkäufe eingestellt

Tatsächlich haben sich alle Baumärkte bei denen der EXTRA TIPP nachgefragt hat, auf Panikkäufe eingestellt und haben entsprechend ihre Ware früher als üblich bestellt. Schließlich sind nicht nur den Städten und Gemeinden zuletzt insbesondere das im Winter so kostbare Streusalz ausgegangen. Darauf haben die Baumärkte nun frühzeitig reagiert: „Ist der Winter erstmal da, wird es umso schwieriger für uns, mitten in der Saison, Schieber und Salz von den Lieferanten zu bekommen“, erklärt Karlheinz Grün. Trotzdem bemerkt er: „Die Menge der verkauften Winterartikel zu diesem Zeitpunkt ist schon beachtlich.“

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