Totschlagsprozess in Frankfurt beginnt

Geschäftspartner absichtlich überfahren?

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Nach einem Streit soll der Angeklagte seinen Geschäftspartner und Freund absichtlich überfahren haben.

Frankfurt - Nach einem Streit soll ein 34-jähriger Frankfurter seinen Geschäftspartner überfahren haben. Das Opfer wurde schwer verletzt. Schon zu Prozessbeginn am Donnerstag bestritt der Angeklagte jegliche Beteiligung an der Tat.

Weil er seinen Geschäftspartner und Freund nach einem Streit absichtlich überfahren haben soll, steht seit Donnerstag, ein 34 Jahre alter Dachdecker vor dem Landgericht Frankfurt. Er ist wegen versuchten Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr angeklagt. Er bestreitet die Vorwürfe.

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Sein 32-jähriger Geschäftspartner war im Juni 2012 nach einer Fußballübertragung im Fernsehen, die beide gemeinsam angeschaut hatten, auf der Straße von einem Auto erfasst und mehrere Meter weggeschleudert worden. Er erlitt unter anderem Hirnblutungen und musste monatelang im Krankenhaus bleiben. Der 34-Jährige wurde verdächtig, weil Ermittler Spuren - wie Fußabdrücke des Opfers - an seinem Auto fanden. Der verunglückte Mann konnte sich im Zeugenstand an nichts mehr erinnern.

Der Angeklagte sagte am ersten Verhandlungstag, mit dem Vorfall nichts zu tun zu haben. Er sei nach einer kurzen Auseinandersetzung während des Fußballspiels verärgert weggefahren und erst zurückgekommen, als bereits die Rettungskräfte vor Ort gewesen seien. Die Schwurgerichtskammer hat zunächst vier weitere Verhandlungstermine vorgesehen.

dpa

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