Vorsicht vor Birken

Allergiker aufgepasst: Aggressive Pollen im Anflug

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Niesen, Naseputzen, tränende Augen - für Allergiker sind Pollen ein Graus. 
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Region Rhein-Main – Der milde Winter hat Allergikern kaum eine Verschnaufpause gegönnt. Schon im Dezember flog der erste Blütenstaub. Und ab April gibt es vor der Birke kein Entkommen. Von Franziska Jäger

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Wenn die Temperaturen steigen, sinkt bei Allergikern die Laune: Unbeschwert die ersten Sonnenstrahlen im Freien zu genießen, das ist für die meisten von ihnen ein Ding der Unmöglichkeit. Denn mit dem Erwachen der Natur beginnen auch Jucken und Schniefen, Luftnot und Hustenanfälle.

Die Hessen leiden schon seit Dezember unter Hasel und Erle. Hauptzeiten sind jedoch Februar und März. „Von den Pollen sind zur Zeit ordentliche Mengen in der Luft“, sagte der Meteorologe Werner Schätzle vom Deutschen Wetterdienst. Vor allem im Südwesten Deutschlands sei die Luft belastet. Laut Prognose der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienstes (PID) kitzeln die beiden Frühblüher noch bis Ende April die Nasen.

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Nach den Osterfeiertagen steht neben Erle und Esche allerdings der größte Übeltäter in den Startlöchern: Nach Einschätzung des PID wird die Belastung durch Birkenpollen in vielen Regionen Deutschlands deutlich stärker als noch im vergangenem Jahr ausfallen. Die Pollen des Baums gelten als besonders aggressiv und treten in hohen Konzentrationen auf.

Die Birke hat damit in Sachen Pollenbelastung die Gräser von Platz eins gefegt, wie der PID informiert. Der Baum explodiere im Frühjahr geradezu und setze innerhalb weniger Tage ein Maximum an Blütenpollen frei, sagte der Allergologe Horst Müsken. Die Dominanz der Birke sei darauf zurückzuführen, dass sie fast überall wachsen könne. Die Flucht vor dem Blütenstaub ist daher recht aussichtslos. Betroffene müssen laut PID noch bis Juni durchhalten.

Dauerbelastung wird zur Gefahr

Die Saison der Gräserpollen beginnt im April und endet erst mit dem September. Die Konzentration zeige in Deutschland und anderen europäischen Ländern nach Jahren stetigen Rückgangs seit 2010 wieder einen zunehmenden Trend, heißt es beim PID. Auch hier vermutet die Stiftung eine stärkere Belastung als im Vorjahr.

Zeit zum Durchatmen haben Allergiker durch die milden Winter kaum noch. Die Dauerbelastung im ganzen Jahr macht dem Immunsystem schwer zu schaffen. Allergieexperte Joachim Saloga von der Universitätsmedizin Mainz warnt vor der erhöhten Gefahr, ein Asthma zu entwickeln. Auch die Therapie der Desensibilisierung werde durch die durchgängige Belastung erschwert.

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Franziska Jäger

Franziska Jäger

E-Mail:franziska.jaeger@extratipp.com

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